MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hermann Gose

Ein echter Arbeitsfanatiker und ein Mann von echtem Schrot und Korn

Hermann Gose

Hauptlagerleiter i. R.
Gustav-Bachmann-Str. 8
06130 Halle
Fon: 0345 / 44448085

Hermann Gose ist ein Mann von echtem Schrot und Korn. Er besticht mit geradlinigem, aufrichtigem und ehrlichem Charakter, ist sich für keine Arbeit zu schade und verliert das Wohl anderer Menschen nicht aus den Augen. Stark und kraftvoll, wird er bei der Erwähnung seiner Familie plötzlich ganz weich. Sie erfüllt ihn mit Stolz und steht für das Glück seines Lebens. Bis zum Jahre 2010 begleitete ihn seine geliebte Frau Frieda. Geheiratet hatte das Paar 1957. Tochter Kerstin lebt in Berlin und ist im Bankwesen tätig. Sohn René ist Bundeslandestrainer der Sektion Triathlon beim Deutschen Turn- und Sportbund in Halle und drei Enkel liegen Hermann Gose ebenfalls sehr am Herzen. Geboren wurde er am 07.08.1936 in Lettin. Nachdem Vater im Krieg geblieben war, erzog die Mutter sieben Kinder allein. So konnte das Motto nach der Schule nur lauten: Geld verdienen! Er ließ sich zum Former und Gießer ausbilden und verbrachte insgesamt vier Jahre bei Fa. Prinzler in Bischdorf. Anschließend beim VEB Starkstromanlagenbau Halle beschäftigt, ließ er sich aus gesundheitlichen Gründen innerbetrieblich umsetzen und arbeitete 8 ½ Jahre als Fahr- und Freileitungsmonteur. Er erlangte den Facharbeiterabschluss, konnte ein Meisterstudium aufgrund seiner Versetzung nach Schwarze Pumpe allerdings nicht fortsetzen. Dort leistete er Brigadier außerordentlich gute Arbeit. 1965 veränderte sich Hermann Gose nochmals, begann bei dem späteren VEB Maschinenbauerzeugnisse im Kabellager und arbeitete sich intensiv in neues Metier ein. Sein nicht zu bremsendes Engagement blieb nicht unbemerkt. Schnell stieg er zum Lagerleiter auf, wurde Hauptlagerleiter von vier weiteren Lagern, ließ seine Abschlüsse anerkennen, erwarb zusätzlich den Kaufmannsabschluss und war von früh bis spät mit diversen anderen Aufgaben beschäftigt. Um vor allem seine Familie gut zu versorgen, leistete ein echter Arbeitsfanatiker unzählige Überstunden und Bereitschaftsdienste, stand schon mitten in der Nacht auf, um das Werk zu beheizen und gehörte der Betriebsfeuerwehr an. Andere Betriebsangehörige niemals vergessend, übernahm er den Vorsitz der Rechtskommission und machte sich als „Anwalt der Kollegen“ einen Namen. Nicht zu bändigende Einsatzfreude erfuhr die gebührende Belohnung durch Mehrfachauszeichnungen zum Aktivisten und gipfelte im Vaterländischen Verdienstorden in Bronze. Bergbesteigungen und Musik zählen zu seinen Leidenschaften. Nachdem seine Frau eingeschlafen war, nahm er sich die Welt vor und besitzt somit auch Musik aus aller Welt. Die vorerst letzte Reise führte nach Vietnam. Momentan von schwerer Krankheit heimgesucht, kann ihn die Ferne nicht locken, doch ein Mann von echtem Schrot und Korn wird sich erholen und weitere Kontinente erkunden.
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