MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Eberhard Gottowik

Stets aufrecht durch das Leben gehen

Eberhard Gottowik

Unshüsung 16
17034 Neubrandenburg
Fon: 0395 4226041

Eberhard Gottowik kommt 1939 im ostpreußischen Görsen zur Welt. Die Mutter ist Hausfrau, der Vater ist als Landwirt tätig. Dieser ist streng, aber gerecht und verausgabt sich voll für die Familie. Der Sohn träumt davon, einmal Pilot zu werden. Er wächst zu Hause mit drei Geschwistern auf, die Familie erlebt den Einmarsch der Roten Armee und muss kurz darauf ihre Heimat verlassen. Sie lebt bis 1955 im mecklenburgischen Wankenhagen. Nach dem Abschluss der 10. Klasse im Jahr 1957 absolviert Eberhard Gottowik eine zweijährige Ausbildung zum Facharbeiter für den Betriebs- und Verkehrsdienst der Reichsbahn in Schwerin. Doch seinen Wunsch, einmal Flieger zu werden, hat er nicht aufgegeben. So meldet er sich 1959 freiwillig zur NVA, doch während der Grundausbildung in Oranienburg stellen die Ärzte einen Herzfehler bei ihm fest. Eberhard Gottowik orientiert sich um und schließt in Kamenz eine Ausbildung zum Mechaniker für den Rundfunk ab und nimmt gleichzeitig ein Fernstudium auf. Im Jahr 1963 verlässt er die Armee mit dem Dienstgrad Feldwebel und ist anschließend als Klubhausleiter in Malchin tätig. Bereits ein Jahr später kündigt er nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Rat fristlos und findet eine Anstellung bei der Gewerkschaft FDGB in Teterow. Auch hier geht er bereits 1969, da er von seinen Chefs keine Unterstützung für die Aufnahme eines Ökonomiestudiums findet. Eberhard Gottowik ist anschließend in der Teterower Kreisleitung der SED für die Kultur zuständig, arbeitet später im Wirtschaftsressort und hat hier ständig Probleme wegen seiner sachbezogenen und vor allem realistischen Vorlagen. Als Mitte der siebziger Jahre seine Frau stirbt, kehrt er in das Kulturressort zurück, wo er bis 1978 tätig ist und arbeitet anschießend als Sicherheitsinspektor in einem Teterower Betrieb. Ab 1981 organisiert Eberhard Gottowik die Jugendweihe im Kreis und zieht Mitte der achtziger Jahre nach Neubrandenburg, um dem ständigen Druck des Parteiapparates zu entgehen. Bis 1990 ist er hier Organisationsinstrukteur der Volkssolidarität für den Bezirk Neubrandenburg und arbeitet ab 1990 als freiberuflicher Versicherungsvertreter. Eberhard Gottowik besucht in den folgenden Jahren mehrere Lehrgänge, hält sich mit dem Arbeitslosengeld über Wasser und kann 1999 ohne Abstriche in die Rente gehen. Mit seiner Frau Brunhilde ist Eberhard Gottowik ab 1965 zwölf Jahre verheiratet, im selben Jahr wird die Tochter Doris geboren, sie arbeitet heute als Biotechnologin, der 1971 geborene Sohn Dietmar ist in Waldeck bei Rostock als Strafvollzugsbeamter tätig, er ist verheiratet und hat eine Tochter, Sarah. Außerdem ist er begeisterter Hobbyimker. Eberhard Gottowik hat bereits eine Herzoperation hinter sich, lebt überall gern in einem guten Umfeld und wünscht vor allem den Kindern eine sichere und angstfreie Zukunft.
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