MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rainer und Margitta Giering
Sportlich durchs Leben
Elektromonteur
Uhrmacherin
06217 Merseburg
Margitta Giering hat sich seit der Jugend sportlich engagiert. Viele Jahre trainierte sie Kinder beim Geräteturnen, betreute diese bei Wettkämpfen bis hin zur Kinder- und Jugendspartakiade auf Kreis- und teils sogar auf Bezirksebene, erwarb dazu extra die Übungsleiterbefähigung. Geboren 1951 in Frankleben (Südraum Halle), besuchte sie die Schule bis zum Abschluss der 10. Klasse und absolvierte dann eine zweieinhalbjährige Lehre als Uhrmacherin beim Dienstleistungskombinat Merseburg. Bis 1990 war die Reparatur von Armbanduhren, Weckern ihr geliebtes Aufgabengebiet. Mit der Auflösung des Dienstleistungskombinates arbeitete sie kurz in einer Videothek, konnte sich in PC-Technik schulen lassen und begann 1991 bei der Filiale des Modehändlers C&A im Saalepark in Günthersdorf. Als Verkäuferin blieb sie hier neunzehn Jahre bis 2009, ehe sie in Altersteilzeit wechselte und 2011 in Rente ging.
Seit der Heirat 1971 wurde Rainer Giering ihr Partner fürs Leben. Zur Familie zählen seit 1972 der gemeinsame Sohn und inzwischen Schwiegertochter und zwei Enkelkinder.
Rainer Giering wurde 1949 bereits in Großkayna geboren. Von 1956 bis 1966 besuchte er die Polytechnische Oberschule (POS), in den letzten zwei Jahren mit Berufsausbildung beim Braunkohlenkombinat Geiseltal verbunden (ein damaliges, nur kurze Zeit existierendes Schule-Beruf-Projekt). Nur eineinhalb Jahre dauerte danach der Facharbeiterabschluss als Elektromonteur. 1968 begann er im Kraftwerk Großkayna seinen beruflichen Weg, unterbrochen durch den anderthalbjährigen Grundwehrdienst. Nach der Armeezeit begann er als Elektromaschinenbauer im Braunkohlenkombinat, vorwiegend in der Instandsetzung tätig. Als das Kombinat im Zuge der wirtschaftlichen Umstrukturierungen 1991 abgewickelt wurde, war er bis 1995 in Halle und dann bis 1998 in Leipzig bei Firmen für Kabelbau im Einsatz, verlegte Hausanschlüsse und Telefonleitungen. Dann ging er für eine Zeitfirma auf Montage als Elektriker, arbeitete 2001/02 für eine kanadische Firma (Schaltschränke) in Großostheim im Raum Frankfurt am Main. Ein Schlaganfall setzte seinem beruflichen Wirken dann Grenzen, doch sein Tätigkeitsdrang kennt keinen eigentlichen Ruhestand, in den familiären Häusern, im Garten gibt es genug zu tun, gern ist er mit dem Fahrrad unterwegs. In jungen Jahren bis 1994 hatte er selbst Fußball im Verein gespielt, nun begleitet er den Enkelsohn ins Stadion. Großkayna, Buna und der 1. FC Lindner im Merseburger Stadtteil Kötzschen waren seine sportliche Heimat.