MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Magdalena und Bernhard Glatzel

Gemeinsamkeiten

Magdalena und Bernhard Glatzel

Diplomingenieure (FH)
für technische Glasverarbeitung
Im Planer 30
07745 Jena

Das Ehepaar Glatzel hat nicht nur eine gemeinsame berufliche Grundlage - beide lernten sich während des Studiums kennen -, sondern seit vielen Jahren verbindet sie auch ihre Liebe zur Natur, speziell den heimischen Orchideen. Bernhard Glatzel ist Mitglied im NABU sowie Vorstandsmitglied im KV Jena und setzt sich dort speziell für den Orchideenschutz ein. Jährlich werden von ihm und seiner Frau mehrere diesbezügliche Wandertouren in die Umgebung der Stadt durchgeführt. Darüber hinaus sind beide sehr sportbegeistert und in örtlichen Sportclubs aktiv. Magdalene Glatzel im Frauensport und der Ehemann beim Volleyball. Seit über 50 Jahren sind sie inzwischen miteinander glücklich verheiratet. Bernhard Glatzel wurde 1938 in Jena geboren. Nach Abschluss der 10. Klasse, inspirierten ihn seine Eltern – beide bei Carl Zeiss tätig – ebenfalls dort eine Lehre aufzunehmen. Die dreijährige Berufsausbildung zum Planoptiker verlief zwar erfolgreich, jedoch konnte er nicht in diesem Beruf arbeiten. Der Betrieb hatte mehr Lehrlinge ausgebildet als gebraucht wurden, deshalb kam er in die Feinteilerei. Hier absolvierte Bernhard Glatzel nun berufsbegleitend eine weitere Lehre zum Feinteiler. Im September 1963 delegierte ihn Carl Zeiss dann zum Direktstudium an die Ingenieurschule für technische Glasverarbeitung nach Ilmenau. Anschließend durfte er nicht nach Jena zurück, sondern musste auf Anweisung der Absolventenlenkung als Technologe im Fernsehkolbenwerk Friedrichshain (Niederlausitz) seine Arbeit aufnehmen. Nach Ende der fünfjährigen Arbeitsplatzbindung kündigte er und ging zurück zu Carl Zeiss Jena. Er konnte dort sogar die Stelle als Technologe in der Feinteilerei annehmen, die für ihn ursprünglich nach der Rückkehr vom Studium vorgesehen war. In den folgenden Jahren wurde Bernhard Glatzel auch Leitungsverantwortung übertragen, zuletzt als Hauptabteilungsleiter bis 1991. Infolge der Kombinatsauflösung kam es jedoch zur Schließung der Abteilung und er wurde, nun bei der Carl Zeiss GmbH, in den Vertrieb als Verkäufer im Außendienst (bundesweit) umgesetzt. Vier Jahre später nutzte er eine Vorruhestandsregelung und ging in den Ruhestand. Magdalene Glatzel wurde 1941 ebenfalls in Jena geboren. Ihr Vater arbeitete bei Schott und musste von 1946 – 1952 als Fachmann in die Sowjetunion gehen. Ihre Mutter war Holländerin und zog in dieser Zeit mit den Kindern zurück zu Verwandten auf die Insel Texel (Niederlande). Dort wurde Magdalene Glatzel eingeschult. Nach der Rückkehr in ihre Geburtsstadt, musste sie erst einmal Deutsch lernen und besuchte später die Erweiterte Oberschule bis zum Abitur. Anschließend folgten das Studium an der Ingenieurschule für Glastechnik in Ilmenau sowie ihre Vermittlung als Technologin in das Fernsehkolbenwerk Friedrichshain. Gemeinsam mit ihrem Ehemann 1968 in Jena zurück, nahm sie eine Tätigkeit als Forschungsingenieurin in der Bibliothek des Wärmetechnischen Institutes (WTI) für die Glasindustrie auf. Ende der 70er wechselte Magdalene Glatzel an die Friedrich- Schiller- Universität (FSU) ins Institut für physikalische Chemie. Dort arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf dem Gebiet der Glasforschung bis 2003 und ging dann in den Ruhestand. Ihre niederländischen Wurzeln hat sie nicht vergessen und unterrichtet bis heute an der VHS Jena ihre „Mutter“- sprache.
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