MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heinz Gerber
Den Lebensabend mit dem Blick auf das Geschaffene genießen
Voigtsgrüner Str. 12
08064 Zwickau
Fon: 0375 / 780190
Heinz Gerber lernt man im Gespräch als einen harmonischen Menschen kennen, der nicht auf Streit aus ist, sondern der im Leben immer eher den Kompromiss gesucht hat. Seine Mitmenschen schätzen vor allem seinen Fleiß, er selbst mag vor allem, wenn er in seiner Umgebung auf Hilfsbereitschaft und Zuvorkommenheit trifft. Er ärgert sich oft über die heutige Politik, gibt aber zu, dass er auch nicht viel Einblick hat. „Dafür haben die keine Ahnung von meinen Tieren“, meint er lächelnd.
Heinz Gerber kommt am 9. September 1941 in Rottmannsdorf bei Zwickau zur Welt, heute ist der Ort eingemeindet. Er wächst als Einzelkind auf, die Eltern betreiben eine Landwirtschaft, der Sohn soll den Hof einmal erben. Noch heute lebt dieser in seinem Geburtshaus. Vor allem die Mutter Dora hat ihn sehr geprägt, bis heute denkt er mit viel Liebe und Dankbarkeit an sie.
Ab 1948 besucht Heinz Gerber acht Jahre die Grundschule, danach absolviert er in zwei Jahren eine Lehre als Landwirt für Acker- und Pflanzenbau und arbeitet ab 1958 regulär auf dem Hof der Eltern mit. Zur Wirtschaft gehören zehn Hektar Feldfläche sowie Kühe, Schweine und Pferde. Im Jahr 1960 muss die Familie einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) beitreten. Doch sie haben Glück, es ist eine LPG vom Typ I, die Tiere können sie vorerst behalten. Erst Anfang der siebziger Jahre müssen sie auch diese abgeben.
Doch da hat sich Heinz Gerber schon umorientiert. Bis zur Wende arbeitet er in Ebersbrunn und Schönfels auf den dortigen LPG´n als Traktorist. Nach der Wende werden diese zu Agrargenossenschaften, so kann er als Traktorist weiterarbeiten, bis er 1996 die Möglichkeit des Vorruhestandes nutzt und aus dem Arbeitsleben ausscheidet.
Von 1960–2004 ist Heinz Gerber mit seiner Frau Johanna verheiratet, diese stirbt im Alter von nur 63 Jahren. Der 1961 geborene Sohn Stefan arbeitet heute als Maurer, der 31-jährige Enkelsohn René hat den Beruf eines Vermessers erlernt.
Heinz Gerber hat schon sehr früh gern im Haus und auf dem Hof gebastelt und gebaut. Er blickt mit Stolz auf sein Leben und auf das Geschaffene zurück. Er ist sehr glücklich darüber, noch bei guter Gesundheit zu sein. Dazu trägt sicherlich auch sein Bauernhof mit seinen zwei Kühen, einem Schwein und einigen Gänsen, Enten und Tauben bei. „Die Tiere sind meine besten Freunde, mit ihnen verbringen ich den größten Teil meiner Zeit, sie halten mich auf Trab und damit auch fit“, meint Heinz Gerber.
Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, im Jahr 2017 begeht das heutige Ehrenmitglied sein 60. Jubiläum. Für seinen Sohn und den Enkel wünscht er sich eine gute, sichere Zukunft.