MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wilfried und Siglinde Gerold
Im Dorfleben verankert
Facharbeiter für Maschinenbau
Facharbeiterin für Qualitätskontrolle
Gleisberger Str. 14 a
01683 Nossen OT Bodenbach
Auch wenn Siglinde und Wilfried Gerold erst 1994–1995 die alten Gebäude des einstigen Dreiseitenhof abgerissen und ihr heutiges Domizil neu aufgebaut haben, das Leben in Bodenbach (seit 2014 Teil der sächsischen Stadt Nossen) bestimmt in wichtigen Teilen ihr Leben. Beide wurden in Nossen im Jahr 1952 geboren. Wilfried Gerold wuchs in Bodenbach auf, besuchte dort die Schule bis zur 8. Klasse, die 10. Klasse schloss er 1970 an der Übungsschule des Institutes für Lehrerbildung Nossen ab. Bei der Fa. Mauersberger & Fritzsche Nossen absolvierte er danach eine zweijährige Lehre als Maschinenbauer. Diesem Betrieb für Scherenbau, der als VEB Maschinen- und Anlagenbau 1972 verstaatlicht wurde, blieb er bis 1990 im Wesentlichen treu, nur, dass er zwischenzeitlich für zwei Jahre zum Aufbau eines Betriebes der Mikroelektronik abgeordnet wurde, auch anderthalb Jahre seiner Wehrpflicht nachzukommen hatte. Bei der Privatisierung nach dem Ende der DDR entfielen Arbeitsplätze, so dass auch Wilfried Gerold nach neuen Möglichkeiten suchen musste. Die fand er kurzzeitig bei der Tiefkühlfirma Bofrost, dann mehrere Jahre als Vorarbeiter beim Garten- und Landschaftsbau Herfurth. 1995 wurde in Nossen ein Tanklager für die großen Mineralölfirmen installiert (später getragen von der Fa. Petrodank). Hier fand Wilfried Gerold trotz Schichtdienstes freundlichere Arbeitszeiten. So wurden die zwanzig Jahre als Mitarbeiter im Betriebsdienst beruflich interessante Jahre, auch nach Eintritt in den Ruhestand 2015 hilft er noch gelegentlich aus.
Seine Frau (Heirat 1974) wuchs als Siglinde Kluge in Nassen auf. Nach dem Abschluss der 8. Klasse lernte sie im VEB Noremat Nossen, schloss als Facharbeiterin für Qualitätskontrolle ab. Die 9. und 10. Klasse konnte sie nachholen, doch nun wurden die beiden Töchter Jana (1976) und Ina (1980) geboren, danach begann sie als Helferin im Kindergarten, bevor sie bis 1991 in Deutschenbora Bügeleisen montierte. Nach einer Umschulung als Schilder- und Leuchtreklamehersteller konnte sie einen zweiten Facharbeiterabschluss erwerben und wirkte nun bei der Fa. Schmidt Werbung Sora bis 2005.
Mit 18 Jahren bestand Wilfried Gerold die Eignungsprüfung, um fortan mit als Jäger auf die Pirsch zu gehen. Bis heute pflegt er diese Leidenschaft. Das Ehepaar Gerold bringt sich stets aktiv ins Dorfleben ein, seien es traditionelle Treffen zu Valentinstag, Himmelfahrt, Wandertouren im Freundeskreis oder das Dorffest.