MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karl-Heinz Gey
Bekannt für seine Hilfsbereitschaft
Kraftfahrer i. R.
Zwingerstr. 40
04720 Döbeln
Fon: 03431 / 704361
Karl-Heinz Gey hatte immer ein bewegtes Leben, was praktisch schon mit seiner Geburt begann. Das Licht der Welt erblickte er als Drittgeborener von 10 Kindern am 19.09.1948 in Kamenz. Beide Elternteile versuchten, die nächste Generation so behütet wie möglich aufwachsen zu lassen, doch verzichten mussten alle Kinder auf vieles.
Schon Vater war Kraftfahrer. Der Sohn hatte ebenfalls Benzin im Blut und wollte dem Senior nach seinem Schulbesuch beruflich folgen. Eine Lehre zum Mechanisator beendete er nicht, doch danach ging sein Wunsch in Erfüllung. Karl-Heinz Gey ließ sich zum Kraftfahrer und Traktoristen ausbilden und erinnert sich gern, dass er am liebsten einen W 50 fuhr.
1975 zog er nach Döbeln, fand als Kraftfahrer eine neue Arbeitsstelle beim agrochemischen Zentrum und konnte bis zur Auflösung des Unternehmens 1991 dort bleiben.
Überhaupt war die Vorwendezeit die schönste seines Lebens. Danach wurde es turbulent. Er begann bei Pohl-Transporte – einem Privatunternehmen. Nun fuhr er plötzlich einen Mercedes-Kipper, zugelassen für 40 Tonnen. Alles war neu und ungewohnt, aber großartig und Karl-Heinz Gey war begeistert wie ein kleiner Junge. Technikinteressiert konnten ihn neue Technologien und Ausstattungen nicht schocken. Er erlernte alles problemlos.
Drei Jahre später vollzog er einen Wechsel in eine andere Firma. Schnell erkannte er unmenschliche Arbeitsbedingungen. Nach Hause kam er gegen 23:00 Uhr und spätestens früh um drei war die Nacht zu Ende. Auch wollte die Firma Pohl ihn erneut haben und er begab sich zu seinem einstigen Arbeitgeber zurück. Diese Zusammenarbeit beendete 1997 ein Unfall, für den der versierte Fahrer nichts konnte. Die Bremsen versagten und ihm wurde gekündigt. Zahlreiche Bewerbungen waren nicht von Erfolg gekrönt, bis er 1998 an den Ökohof Auterwitz vermittelt werden konnte. Er begann für ein Jahr als Vorarbeiter und versah seinen Dienst als Vorarbeiter und Hausmeister 2007.
Doch auch privat meinte es das Leben mit dem vierfachen Vater nicht ausnahmslos gut. 2002 verlor er bei der großen Hochwasserkatastrophe nicht nur sein Haus, sondern seine gesamte Habe. Ein Kredit zum Wiederaufbau wurde ihm nicht gewährt. Das Haus übernahm ein Sohn, musste alles abreißen und baute neu.
Nach diesem Desaster wurde er bei der Neuordnung seines Lebens von seinen Schwestern Sigrid und Birgit unterstützt – Hilfsbereitschaft, für die auch Karl-Heinz Gey sehr bekannt ist.