MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edgar Geyer

Ein erfülltes Eheleben

Edgar Geyer

Offizier a. D.
99444 Blankenhain

Seit über 60 Jahren ist Edgar Geyer bereits mit seiner Ehefrau Ritta verheiratet. Ihre vier Kinder, zwei Töchter und zwei Söhne, sind beruflich fest etabliert. Darüber hinaus gehören inzwischen acht Enkel sowie vier Urenkel zur Familie. Beide sind sehr stolz darauf, dass sich ihre große Familie bis heute so gut versteht und zusammenhält. Erheblichen Anteil daran hat sicherlich Ritta Geyer (geb. 1932), die bis 1963 auf Grund fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten auf ihre Berufstätigkeit verzichtete und sich ganz der Kindererziehung widmete. Dann zeigte sie auch dort, was in ihr steckt. Nach Aufnahme einer Tätigkeit bei der LPG in Rottdorf, absolvierte sie berufsbegleitend die Ausbildung zum staatlich geprüften Landwirt und war später bis zum Ausscheiden in den Vorruhestand Abt.- Leiterin der Schweineproduktion. Auf Grund seines Dienstes als Offizier bei der NVA konnte Edgar Geyer viele Jahre kein regelmäßiges Familienleben genießen. „Trotzdem hatten wir ein erfülltes Eheleben“, sagt er. Edgar Geyer wurde 1931 als Sohn eines Landarbeiters vom Rittergut in Saalborn bei Blankenhain geboren. Nachdem er einige Jahre die einklassige Grundschule im Wohnort besucht hatte, wechselte er 1942 an die Hauptschule nach Bad Berka, um dort die mittlere Reife zu erhalten. Doch durch die Kriegsereignisse war hier drei Jahre später Schluss. Als der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde, musste er wieder Saalborn ein Jahr lernen und dort nach der 8. Klasse die Schule verlassen. Es folgten drei Lehrjahre in der Landwirtschaft sowie anschließend noch einige Monate beruflicher Tätigkeit auf dem elterlichen Hof, dann wollte er sich verändern und meldete sich freiwillig zur Polizei. Von 1949 bis 1974 wurde dies nun sein Berufsmittelpunkt. Zunächst begann Edgar Geyer als Artillerist bei der 1.VP- Bereitschaft Thüringen. Bereits ein Jahr später folgte der Besuch der Offiziersschule in Glöwen, die er zwölf Monate später als Unterkommissar verließ. Der erste Dienstort als Zugführer wurde Weißenfels. In seiner 25-jährigen Dienstzeit erfolgten Einsätze in verschiedenen Dienststellungen noch an vielen anderen Standorten der DDR. 1952 erfolgte die Übernahme in die neu gegründete Kasernierte Volkspolizei (KVP) und später dann in die Nationale Volksarmee (NVA), wo er bis zum Frühjahr 1962 bei der Artillerie war. Inzwischen hatte er in dieser Zeit auch den Abschluss der 10. Klasse nachgeholt. Dann erhielt er zusammen mit einem anderen Offizier den Befehl, taktische Raketentruppen aufzubauen. Edgar Geyer befehligte in den Folgejahren selbst als Kommandeur so eine Einheit. Als seine Verpflichtungszeit nach 25 Jahren endete, schied er als Oberstleutnant aus und kehrte ins Zivilleben zurück. Zunächst wurde er Instrukteur in der Abteilung Landwirtschaft beim Rat des Kreises Weimar, ein paar Monate später Abt.- Leiter Kader und Bildung in diesem Organ. 1982 musste er aus gesundheitlichen Gründen jedoch seine Tätigkeit aufgeben. Beim VEB Weimar Porzellan in Blankenhain war er dann noch einige Zeit als Gruppenleiter für Sozialwesen angestellt, doch im Frühjahr 1986 schied Edgar Geyer endgültig aus dem Berufleben aus und wurde Invalidenrentner. Heute pflegt er mit Inbrunst sein Hobby Fotografie, beschäftigt sich gern im Garten und unternimmt mit seiner Ehefrau auch noch Reisen, so u. a. 2013 eine Donauschifffahrt. Ihr größter Wunsch ist es, noch viele schöne gemeinsame Jahre selbstbestimmt zu verbringen.
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