MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Ulrich und Asta Gemperle

Freude und Leid im Leben geteilt

Ulrich und Asta Gemperle

Ingenieurökonomen
Im Oberdorf 10
04680 Colditz OT Commichau

Im Dreieck zwischen Freiberger und Zwickauer Mulde liegt die Gemeinde Commichau, Geburtsort von Ulrich und Asta Gemperle und beider Heimat bis heute. Auf dem Grundstück seiner Eltern, wo er 1950 geboren wurde, ist das Ehepaar noch immer zu Hause. Ulrich Gemperle wuchs als Einzelkind eines Grafikers und einer Hausfrau, zusammen mit seinen Großeltern behütet auf. Er besuchte die Schule erst am Ort, dann in Collmen und Tanndorf, danach die EOS in Grimma und legte das Abitur mit Berufsabschluss als Maurer ab. Kurz arbeitete er im Beruf, dann wurde er an der Fachschule für Bauwesen in Markkleeberg zum Ingenieurökonomen ausgebildet. Danach begann er beim VEB Hochbau Grimma, wurde später Leiter der Abteilung Materialwirtschaft. 1988 wurde er vom damaligen Chef des Colditzer Steinzeugwerks nach Colditz geholt, wo er in der Materialwirtschaft tätig war und später als Produktionsleiter arbeitete. Im Zug des Übergangs von Plan- zu Marktwirtschaft ging das Unternehmen in die Insolvenz. Die Wende machte es nicht leicht wieder Fuß zu fassen. Er arbeitete schließlich als Außendienstmitarbeiter für den Hagebaumarkt. Seine angeschlagene Gesundheit zwang ihn jedoch später dazu das Berufsleben aufzugeben. Ab 2008 wurde er berufsunfähig und bezog eine Rente. Danach wurde er Altersrentner. Als Asta Guske kam sie 1952 zur Welt, wuchs als Jüngste von drei Geschwistern mit den Großeltern auf der Neubauernstelle der Eltern auf. Der Fleiß und die Bescheidenheit der Eltern und der Großeltern prägten sie. In Commichau, Collmen und Tanndorf besuchte sie die Schule, schloss in Colditz mit der 10. Klasse ab. Im Porzellanwerk Colditz wurde sie zur Industriekauffrau ausgebildet. Dieser Betrieb schickte sie dann zum Studium auf die Glasfachschule Weißwasser, wo sie 1974 ihren Abschluss als Ingenieurökonomin ablegen konnte. Das Porzellanwerk setzte sie danach in der Wissenschaftlichen Arbeitsorganisation ein. Als in der Jugendorganisation FDJ und der Partei SED engagierte Persönlichkeit warb man sie 1979 dafür, die hauptamtliche Funktion der Bürgermeisterin von Zschadraß (wozu auch Commichau, Collen und Skoplau gehörten) zu übernehmen. Nach Ende der Legislaturperiode 1984 verzichtete sie jedoch auf eigenen Wunsch auf eine Wiederwahl. Danach arbeitete sie als Bürokraft im Zschadraßer Fachkrankenhaus, konnte später aufgrund fachlicher Weiterbildungen, im Bereich der Wohnungsverwaltung des Rates der Stadt Grimma ihre Erfahrungen und Kenntnisse einsetzen. Nach einigen Jahren ergab es sich, das neu errichtete Kunst- und Museumsprojekt zum Thema „Psychiatrie „in der Diakonie Zschadeß (ehemals Kliniken Zschadeß) zu betreuen und zahlreichen Besuchern nahe zu bringen. Seit 2011 ist auch sie Rentnerin. Asta und Ulrich Gemperle hatten 1980 geheiratet, in jenen Jahren die Scheune auf dem Grundstück selbst und mit familiärer Hilfe als eigenes Wohnhaus ausgebaut. 1980 wurde Sohn Thomas geboren, 1981 folgte Sohn Martin (durch einen schrecklichen Unglücksfall haben sie 1988 ihr geliebtes Kind verloren). Auf ihren Sohn Thomas und seine Frau Claudia sind sie sehr stolz. Ihre beiden Enkelkinder Franz und Emmi sind ihre große Freude.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz