MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heike und Ralf Gerber
Arbeit ist mehr als das halbe Leben
Bankkauffrau
Maurer
Ingenieur für Maschinenbau Helmut Bliedtner
06667 Weißenfels
Von einer fleißigen Familie ist zu berichten, die hier in und um Weißenfels ihre heimatlichen Wurzeln hat.
Helmut Bliedtner vom Jahrgang 1943 kam in Untergreißlau (heute Ortsteil von Weißenfels) auf die Welt, wo die Eltern eine Landwirtschaft betrieben. Bei der Weißenfelser Firma Frenzel wurde er zum Elektriker ausgebildet. Den jungen Gesellen verpflichtete der VEB Starkstromanlagenbau Halle, setzte ihn beim Fahrleitungsbau im Mansfelder Revier auch untertage ein, unterbrochen von zwei Jahren Armeedienst. 1964 begann er als Betriebselektriker beim VEB Ketten- und Nagelwerke Weißenfels. Er konnte 1967 die Mittlere Reife nachholen und in wichtigen Fächern 1970 die Abiturstufe. In Leipzig studierte er Allgemeinen Maschinenbau, Abschluss als Ingenieur. Im Betrieb wurde er dann als Abteilungsleiter der Wärmebehandlung eingesetzt. Als der VEB Ketten- und Nagelwerke ab 1990 schrumpfte, machte er sich mit einem eigenen Metallbauunternehmen selbständig. 2011 verkaufte er die Firma, ging in Ruhestand, ist heute engagierter Schachspieler.
Aus der 1963 geschlossenen Ehe mit Frau Ursula (2015 verstorben) gingen zwei Kinder hervor. Tochter Heike heiratete 1984 Ralf Gerber, seitdem ist ein Schwiegersohn dazugewonnen.
Heike Gerber, 1964 geboren, nahm nach dem Abitur ein Lehrerstudium in Jena auf. Als sie dies aufgeben musste, konnte sie 1984 bei der Kreissparkasse Weißenfels als Kundenberaterin einsteigen. Die nötige Qualifikation erwarb sie in der Erwachsenenbildung auf der Betriebsakademie. Neue Herausforderungen, denen sie sich engagiert stellte, kamen mit der Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien und neuer Technik 1990. Von 1995 bis 2008 führte sie als Filialleiterin die Geschäftsstelle in Lützen, ist seitdem in der Kundenberatung der Filiale in Reichardtswerben tätig.
1963 kam Ralf Gerber zur Welt, seine Ausbildung beim VEB Gesellschaftsbau Halle beendete er als Maurer. Bis 1985 arbeitete er vorwiegend im Wohnungsbau, ging dann für ein paar Jahre in die Abteilung des Schwiegervaters beim VEB Ketten- und Nagelwerke, kam 1988/90 der Armeepflicht nach, fing dann bei der Straßenbaufirma Jaeschke & Preuss an. Seit 2005 ist er für eine Leiharbeitsfirma im Einsatz, zehn Jahre im Tiefbau und Gleisbau in Österreich, heute wieder in der Heimat. Die ganze Familie (Sohn Thomas und Tochter Anke) unterstützt als treue Fans den Mitteldeutschen Basketball Club (Bundesligaverein).