MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Evelyne Geist
„Manchmal geht der Sonnenstrahl ins Herz“
Lehrerin i. R.
Horst-Jonas-Str. 13
17033 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 3682196
„Manchmal geht der Sonnenstrahl ins Herz,
Tropft der Regen bis unter die Haut,
Lacht der Tag schon vor dem Aufstehn
Und der Spaß klingt bis in die Nacht.
Manchmal bist du so nahe, dass es schmerzt wegzuschauen.
Dieses Manchmal halte ich fest.“
Manchmal finden Evelyne Geists Verse und Kurzprosa das offene Gemüt des Lesers. Unter Titeln wie „Ich lebe so“ (Gedichtband mit eigenen Fotografien), „Im Schatten der Sonnenblume“, „Die Lust, sich zu erinnern“ u. a. sind ihre lyrisch geprägten Hervorbringungen vor wenigen Jahren erschienen, angeregt durch die Schreibwerkstatt der Volkshochschule (auch in deren Gemeinschaftsband „Zwiesprache“ ist sie vertreten). Besonders pointiert formulierte Evelyne Geist, wenn sie sich für das von ihr gegründete und bis vor fünf Jahren geleitete Kabarett „Die Spatzen“ (Volkskunstensemble mit professionellem Anspruch) an die Schreibmaschine setzte.
Geboren 1936 in Angermünde, lebte sie ab 1939 im uckermärkischen Strasburg, wo ihre Mutter einen Lebensmittelladen betrieb. Hier besuchte sie ab 1942 die Schule bis zur 8. Klasse, konnte dann an der Oberschule in Pasewalk 1954 das Abitur ablegen. 1955 begann ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow, das sie als Lehrerin für Deutsch und Musik 1957 beendete, um an der 5. Oberschule „Antonin Zapotocki“ in Neubrandenburg erste pädagogische Praxiserfahrung zu erleben. Nach fünf Jahren wechselte sie an die 9. Oberschule, wo sie dann lange Jahre viele Schüler unterrichten konnte, bis bei den Umstrukturierungen 1990 eine neue Schulrätin sie wie andere Kollegen ins Abseits stellen wollte. Mit ihrer Klage sicherte sie einer Reihe von Kolleginnen den Verbleib im Schuldienst, entschied sich aber, selbst mit Abfindung in den Vorruhestand zu gehen, in den nächsten Jahren ihren schwerkranken Mann zu pflegen. Seit seinem Tod 2003 kümmert sie sich um einen zum neuen Lebenspartner gewordenen Freund.
Winfried Geist kannte sie schon aus der Schulzeit, er war ihr Mathematiklehrer. 1955 hatten sie geheiratet, zwei Söhne, zwei Töchter entsprangen ihrer ehelichen Gemeinschaft. Sechs Enkelkinder, ein Urenkel erweiterten den Familienkreis. Die ersten drei Kinder ergriffen akademisch fundierte Berufe, die jüngste Annegret betreibt als Schauspielerin in Berlin ihr eigenes kleines Theater.