MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Liesa und Kurt Geilert

Der Film ihres Lebens

Liesa und Kurt Geilert

Bürokauffrau
Textilmeister

07987 Mohlsdorf-Teichwolframsdorf

Wie einen Film spulen sie ihr Leben ab. Sie erinnern sich an viele Szenen des Erlebten, an fröhliche und an traurige. In den Hauptrollen: Liesa und Kurt Geilert. Teil 1 handelt zunächst von Liesa. Sie erblickte 1934 im thüringischen Mohlsdorf bei Greiz das Licht der Welt. Ginge es nach der Mutter, müsste Liesa Christa heißen. Aber die Hebamme meinte, diesen Namen gäbe es zu oft, Lisa klänge schöner. Wenn nach dem „i“ noch ein „e“ stände, wäre das originell. Und so kam es auch. Der Vater fiel 1942 im Krieg, die Mutter verdiente als Weberin ein wenig Geld. Nach Abschluss der 8. Klasse absolvierte Liesa Geilert im Mohlsdorfer Gemeindeamt eine Lehre zur Schreibkraft. „1952 fing ich im damals bekannten Textilbetrieb Greika in Greiz an, weil ich dort mehr Geld bekam. Ich war in der Arbeitsvorbereitung und in der Rechnungsabteilung tätig, bildete mich später zur Gruppenleiterin für Preise weiter. Da berechnete ich anhand von Tabellen die Preise für das Färben und Bedrucken von Textilien“, erzählt Liesa Geilert. 1991, nach fast 40 Jahren, ging sie in den Vorruhestand. Als Rentnerin organisiert die Mutter eines Sohnes und zweimalige Oma Veranstaltungen im Kleingartenverein mit und ist Kassiererin. Im Teil 2 des Erinnerungsfilmes geht es um Kurt Geilert. Er wurde 1932 in Greiz geboren. Der Vater arbeitete im Kohlenlager, die Mutter kümmerte sich um ihre drei Kinder. Kurt wollte unbedingt Kaufmann werden, doch diese Ausbildung gab es in seiner Heimat nicht. Deshalb lernte er nach Beendigung der Schule 1947 Weber und arbeitete viele Jahre auch in diesem Beruf. Ab 1970 saß er in seiner Freizeit nochmals auf der Schulbank, besuchte vier Jahre lang den Meisterlehrgang und bestand die Prüfungen. Im Greika-Werk in Mohlsdorf arbeitete Kurt Geilert dann als Produktionsabschnittsleiter. 1979 folgte das Happy End: Liesa und Kurt gaben sich das Ja-Wort. Kurts erste Frau war bereits verstorben. Vier Jahrzehnte lang war Kurt Geilert Vorsitzender einer Kleingartenanlage. Als Rentner verrichtet der Vater eines Sohnes und Opa eines Enkels noch Arbeiten im Garten und feiert gern runde Geburtstage. Ehefrau Liesa hofft, dass sie gesund bleiben und hat einen ganz besonderen Traum. Sie möchte nämlich eine große und schöne Reise unternehmen, am liebsten auf dem „Traumschiff“. Aber das wäre schon Teil 3 des Filmes mit Liesa und Kurt Geilert in den Hauptrollen.
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