MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter und Rosmarie Fängler

Harte Arbeit gewohnt

Günter und Rosmarie Fängler

Schlosser
Facharbeiterin für Rinderzucht, Masseurin
04651 Bad Lausick

Als zweiter von fünf Geschwistern kam er 1943 in Bad Lausick zur Welt. Der Vater war Maurer und der junge Günter erlebte mit, wie 1953/54 das Haus gebaut wurde, in dem er bis heute leben darf. 1958 schloss er die achtjährige Schulzeit ab, begann danach eine dreijährige Schlosserlehre im Braunkohlenwerk Espenhain. Damals wurde heftig für den freiwilligen Eintritt in die Nationale Volksarmee der DDR (NVA) geworben. Günter Fängler verpflichtete sich für drei Jahre und begann am 8. August 1961 seinen Dienst. Am 13. August wurde mit dem Mauerbau in Berlin die verstärkte Grenzsicherung eingeleitet. Die jungen Rekruten um Günter Fängler wurden an die thüringische Grenze beordert. Als er in seinen Lehrbetrieb zurückkehrte, wurde er als Reparaturschlosser in der Schwelerei im Dreischichtbetrieb eingesetzt. Schweiß, Dreck, giftige Dämpfe begleiteten ihn durch die vielen Jahre bis 1990, in denen er zuverlässig seiner Arbeit im Werk nachkam. Als mit dem Ende der DDR eine Abwicklung großer Teile der Braunkohleindustrie einsetzte, gründete sich die Stahlbau Espenhain GmbH, in der Günter Fängler vier Jahre Arbeit fand. Als auch diese Ausgründung an ihr Ende kam, wechselte er für zwei Jahre zur Firma Marko Pfaff & Co. Spezialfahrzeugbau GmbH in Buchheim. Dann folgten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (vor allem für die Stadt Bad Lausick und ihre Kuranlagen) und ein Einsatz als Betriebshandwerker bei der Deutschen Post, ehe er vorzeitig in den Ruhestand ging. Beim Sylvestertanz in Ebersbach hatte er einst seine Frau Rosmarie kennengelernt, 1964 wurde geheiratet. Sie war als Rosmarie Lange 1942 in Rochlitz geboren worden, wuchs auf dem Hof der Eltern in Schwarzbach auf. Ein älterer Bruder und eine jüngere Schwester gehörten zur Familie, in der auch die Kinder früh an die harte Arbeit in der Landwirtschaft gewöhnt wurden. Mit zehn Jahren konnte sie schon melken, schloss an der Schule die 8. Klasse ab und besuchte anschließend die Berufsschule in Rochlitz. Als es 1961 für die Eltern in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ging, konnte sie dort noch einen Abschluss als Facharbeiterin für Rinderzucht erwerben, wechselte aber mit der eigenen Familie 1973 nach Bad Lausick und fand in der dortigen Kurklinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Anstellung als Badefrau. Bald konnte sie sich weiterqualifizieren und fand als Masseurin ab 1977, später in den Median-Kliniken tätig, bis zum Ruhestand im Jahr 2000 die sie wirklich erfüllende Aufgabe. Die Söhne Volker (1964 geboren) und Tilo (1965), dazu drei Enkelkinder erweiterten den Familienkreis. Seit 1990 singt Günter Fängler im Männerchor Bad Lausick e. V., Frau Rosmarie engagierte sich in Schwarzbach wie in Bad Lausick in den Kirchenvorständen.
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