MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Fritz Fuhrmann

Nie den Boden unter den Füßen verloren

Fritz Fuhrmann

Franz-Mehring-Str. 63
08058 Zwickau
Fon: 0375 / 241566

Fritz Fuhrmann kommt 1938 im westpreußischen Runau zur Welt. Er ist der älteste von drei Brüdern. Der Vater fällt 1941 im Krieg, die Mutter muss die Verantwortung für die Familie nun allein tragen, für ihren Ältesten ist sie bis heute ein Vorbild geblieben. Dieser träumt in dieser Zeit davon, einmal als Artist zum Zirkus zu gehen oder mit einem Rummel durch die Lande zu ziehen. Anfang 1946 muss Fritz Fuhrmann mit seiner Familie die Heimat verlassen, sie kommen im sächsischen Zwickau unter, wo er bis 1954 die Schule besucht und anschließend bei Horch eine zweijährige Lehre als Karosseriebauer absolviert. Aus diesem Betrieb wird später der Volkseigene Betrieb (VEB) Sachsenring Zwickau, einer der größten Autobauer in der DDR. Fritz Fuhrmann arbeitet hier ab 1956 über 40 Jahre und lernt als Produktionsarbeiter im Werk 1 die Höhen und die Tiefen des Wirtschaftssystems seines Landes kennen. Im Jahr 2000 geht er in den wohlverdienten Ruhestand und ist stolz auf ein erfülltes und arbeitsreiches Leben. Schon zu DDR-Zeiten arbeitet er ein viertel Jahr bei Mercdes-Benz in der Bundesrepublik, wo man die Qualität der Beschäftigten aus der DDR durchaus zu schätzen weiß. Nebenbei repariert er in einer eigenen kleinen Werkstatt Trabanten. Mit seiner Frau Ingrid ist Fritz Fuhrmann rund 40 Jahre verheiratet, sie stirbt in Alter von 71 Jahren. Der Sohn Lutz erlernt den Malerberuf und lebt heute ebenfalls in Zwickau, der zweite Sohn Ronny hat sich zu einer Führungskraft bei VW hochgearbeitet und lebt ebenfalls in Zwickau. Insgesamt gehören vier Enkel zur Familie. Fritz Fuhrmann ist ein mitfühlender und realistisch denkender Mensch. Schon der Großvater lehrt ihn: „Wenn es dir mal schlecht geht, schau hinter dich, dann bist du wieder zufrieden.“ So lernt er auch Kollegialität und echte Freundschaften schätzen und bedauert es sehr, dass sich die Beziehungen zwischen den Menschen heute so verschlechtert haben. Vor allem eine gute Gesundheit ist für Fritz Fuhrmann ein sehr hohes Gut. Seit ihm ein Arzt 1993 auf der Intensivstation die Bilder seiner Lunge gezeigt hat, trinkt er keinen Alkohol mehr und hat auch das Rauchen eingestellt. Seit 2015 trägt er einen Herzschrittmacher. Früher hat er als Libero Fußball gespielt und ist viel schwimmen gegangen. Außerdem hat er gern gefeiert und getanzt. Ab 1990 ist er mit seiner Frau viel gereist. Fritz Fuhrmann legt großen Wert darauf, dass die Lebenserfahrungen der Alten an die Jungen weiter vermittelt werden. Er lebt gern in seiner Heimatstadt Zwickau und arbeitet bis heute gern in seinem Garten. Die Verlogenheit der Politik kann ihn manchmal schon sehr zornig machen. Seit 1993 engagiert sich Fritz Fuhrmann unermüdlich für seinen Gartenverein und er träumt davon, noch eine große Safari durch Afrika zu unternehmen, um dort die Tiere zu bestaunen.
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