MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gunter Fuhrmann
Sprachbegabung
Diplom-Lateinamerikanist
Liselotte-Herrmann-Str. 2 c
07747 Jena
Fon: 03641 / 238245
Fax: 03641 / 238245
E-Mail: fuhrmann.uebers@gmx.de
Gunter Fuhrmann verfügt über eine fundierte Ausbildung in sechs Sprachen: mit Diplom in Spanisch und Portugiesisch, mit Fremdsprachennachweis in Russisch, Englisch und Französisch sowie Sprachkenntnisse in Italienisch. Durch einen guten Lehrer an der Erweiterten Oberschule (EOS) seiner Heimatstadt, wurde das Interesse an Sprachen geweckt. Daraus entwickelte sich bei ihm der Wunsch für ein Romanistikstudium. Da es dafür jedoch keine Plätze gab, nutzte er das Angebot, Spanisch und Portugiesisch am Institut für Lateinamerikanistik der Universität Rostock zu studieren. Eigentlich sollte Gunter Fuhrmann, geboren 1945 in Arnstadt, Fleischer werden. Seine Eltern hatten eine private Fleischerei, doch er entschied sich seiner Begabung zu folgen. Bereits während des Studiums führte ihn ein einmonatiger Studentenaustausch nach Kuba. Mit dem Diplom als Lateinamerikawissenschaftler in der Tasche wollte er zurück nach Thüringen und bekam eine Arbeitsstelle in der Dolmetscher- und Übersetzerabteilung im Außenhandelsbetrieb von Carl Zeiss. Hier war er mit Dolmetsch- und Übersetzungsleistungen sämtlicher Schwierigkeitsgrade und auf allen Ebenen, v. a. in den beiden Amtssprachen Spanisch und Portugiesisch beschäftigt. Im Rahmen seiner Tätigkeit führten ihn Reisen mit Betriebsdelegationen u. a. nach Brasilien, Spanien, Portugal, Angola und Kongo/Brazzaville. Darüber hinaus wurde er Anfang der Siebziger für mehrere Jahre als Dolmetscher und Übersetzer in die DDR-Botschaft nach Kuba abgeordnet. Innerhalb des Berufsverbandes der DDR (VdÜ) hatte Gunter Fuhrmann im Bezirk Erfurt lange Zeit die Funktion des Leiters der Sprachgruppe Spanisch und später teilweise parallel, auch der Sprachgruppe Portugiesisch inne. Nach der Wende war er Mitglied und später bis 2014 1. Vorsitzender des LV Thüringen im BDÜ. Nach der Umstrukturierung des Kombinates Anfang der 90er Jahre wurde er Gruppenleiter bzw. Leiter Sprachendienst der Carl Zeiss Jena GmbH. Als der Marketingbereich 2001 schloss, ereilte auch ihn kurzzeitig die Arbeitslosigkeit. Dann entschied er sich als Selbständiger seine Leistungen Jedermann anzubieten. Inzwischen schon Rentner, übt er diese Tätigkeit weiterhin aus und ist auch noch in der Thüringer Liste als Gerichtsdolmetscher zugelassen. Eine besondere Aufgabe war für Gunter Fuhrmann nach der Wende die Übersetzung eines Manuskriptes vom Russischen ins Deutsche über die Geschichte einer Kriegsbegebenheit im Finnischen Meerbusen 1944 zwischen dem deutschen U 250 und dem sowjetischen U-Jäger MO-150. Mit viel Engagement hatte er sich daraufhin dafür eingesetzt, dass 1996 in Kronstadt ein gemeinsames Denkmal für sowjetische und deutsche Seeleute errichtet wurde. „Im Tode versöhnt – mahnen sie zum Frieden“, erinnert es an diese Begebenheit, die im Buch „Das deutsche Unterseeboot U 250“ detailliert beschrieben wird. Für alle seine Aktivitäten ehrte ihn der Volksbund „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ e. V., dessen Mitglied er auch ist, mit der Theodor-Heuss-Medaille. Aus eigener Erfahrung ist ihm das Verhältnis von Deutschland und Russland eine besondere Herzensangelegenheit. Mit Sorge verfolgt er deshalb die momentane Entfremdung. Sein größter Wunsch ist es, dass die Menschen aus ihrer Vergangenheit endlich lernen, in Frieden zu leben.