MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ursula und Werner Fröde
Stolz auf das eigene Heim
Maurer
98716 Geraberg
Werner Fröde wurde am 24.05.1943 im thüringischen Ilmenau geboren und wuchs im benachbarten Geraberg auf. Von 1949–1959 besuchte er die Schule in seinem Heimatdorf und absolvierte dort im Anschluss eine zweijährige Lehre als Maurer in der damaligen PGH „Roter Oktober“. „Der Vater war Maurermeister, so dass ich bereits in meiner Kindheit mit diesem Beruf konfrontiert wurde“, erzählt Werner Fröde. Seine Armeezeit verbrachte er an der Grenze in der Rhön Nach drei Jahren verlängerte er diese um weitere drei Jahre und wurde nun als Zugführer eingesetzt. „Als Oberfeldwebel wurde ich schließlich nach sechs Jahren aus der Armee entlassen“, berichtet Werner Fröde über diesen Lebensabschnitt. „Verlängert habe ich die Dienstzeit deshalb, weil ich zu dieser Zeit meine zukünftige Frau kennengelernt hatte“, schmunzelt er. 1964 heiratete Werner Fröde seine Ursula (*1946), eine gelernte Verkäuferin, und kam 1967 zurück nach Geraberg, wo seine Familie inzwischen hingezogen war. Mit Holger (*1965) und Kerstin (*1970) hat das Paar zwei Kinder und mittlerweile auch drei Enkelsöhne. Werner Fröde arbeitete fortan bei der FDJ-Kreisleitung, wo ebenfalls sein Bruder tätig war. „Ich war hier bis 1970 Mitarbeiter im Bereich Kinder und Jugend. Danach wechselte ich wieder in meinen eigentlichen Beruf als Maurer und wurde stellvertretender Brigadier in der PGH „Bau- und Ausbau“ Geschwenda“, erzählt er. Im Rahmen der sozialistischen Umgestaltung der Industrie in der DDR wurde die Genossenschaft in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt. Hier übernahm Werner Fröde später die Funktion des Betriebsdirektors. Nach wendebedingter Rückumwandlung in die PGH blieb er noch ein weiteres Jahr als Geschäftsführer, bevor er aus persönlichen Gründen kündigte. In einem privaten Arnstädter Baubetrieb, der Christian Fieseler GmbH & Co. KG, war Werner Fröde dann bis 2002 als Technischer Angestellter beschäftigt. Nachdem die Firma geschlossen wurde, ging er nach drei Jahren Arbeitslosigkeit in Rente. Ursula Fröde wurde 2009 berentet und arbeitete die letzten Jahre ihres Berufslebens als Bäckereifachverkäuferin. „Mein Mann hat mich während dieser Phase im Haushalt sehr unterstützt und mir den Rücken freigehalten“, erzählt sie. Heute genießen Werner und Ursula Fröde ihre freie Zeit im selbst erbauten Eigenheim, kümmern sich noch immer selbstständig um Haus, Hof und Garten und pflegen ein harmonisches Familienleben. „Unsere Kinder sind in der Gegend sesshaft geworden, so dass wir sie jederzeit sehen und besuchen können“, freuen sich die Frödes. Auch ein gutes Buch oder eine schöne Wanderung komplettieren beliebte Aktivitäten. Als Vorbild schätzen sie Gregor Gysi, der durch sein Denken und Wirken überzeugt. Für die Zukunft wünscht sich Familie Fröde vor allem Gesundheit, damit zu ihrer über 50-jährigen Ehe noch viele gemeinsame Jahre hinzukommen.