MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hermann Frömbsdorf

Ein Leben auf Montage

Hermann Frömbsdorf

Maurer, Baumaschinist
Mögener Str. 16
04749 Ostrau OT Zschochau
Fon: 034324 / 22051

Der 1953 im mittelsächsischen Zschochau (seit 1968 Ortsteil von Ostrau) geborene Hermann Frömbsdorf wuchs mit einem Zwillingsbruder und zwei weiteren Geschwistern auf. Die Eltern bewirtschafteten einen Hof, auf dem er heute noch zu Hause ist. Die 25 Hektar und das Vieh erforderten die Mithilfe der Kinder auch in frühen Jahren, der Rhythmus der Jahreszeiten im bäuerlichen Bereich prägte so die Jugend von Hermann Frömbsdorf. 1961 traten die Eltern der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) bei. Doch auch diese war auf die Ferienarbeit der Schüler angewiesen. Die Schule besuchte der junge Hermann erst am Ort, dann in Ostrau. 1969 begann er eine dreijährige Lehre als Maurer bei der für mehrere Genossenschaften zuständigen Zwischenbetrieblichen Bauorganisation (ZBO). Dann folgte gleich der anderthalbjährige Grundwehrdienst, abgeleistet in Döbeln. Für ein Jahr kehrte er zur ZBO zurück, doch der Verdienst war spärlich, so dass er sich entschloss, bei der Deutschen Reichsbahn beim Brücken- und Tiefbau einzusteigen. Seitdem war er bis zum Ruhestand weitestgehend auf Montage auf Bahnbaustellen, auch als mit dem Ende der DDR die Reichsbahn in der Bundesbahn aufging. Diese ständige Abwesenheit von zu Hause verhinderte die Planung eines Familienlebens, aus einer zeitweiligen Beziehung stammt sein Sohn. Hermann Frömbsdorf wurde zuerst bis 1968 im Bereich Magdeburg eingesetzt (wo die große Elbbrücke wichtige Herausforderung war), dann fünfzehn Jahre in Berlin. Die Ausbildungen zum Berufskraftfahrer und zum Baumaschinist erweiterten seine Einsatzmöglichkeiten, doch waren es vor allem die Bagger, auf denen er zugange war. In den letzten Jahren gab es auch bei diesen dann Klimaanlagen, eine wichtige Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Nach 1990 war Hermann Frömbsdorf in Dresden stationiert, aber selbstverständlich auch von dort aus deutschlandweit unterwegs, von den Alpen bis hoch zur holländischen Grenze, von Hamburg bis zur Bahnanbindung des neuen Münchner Flughafens. In den Bundesbahnzeiten wurde die Belegschaft internationaler, doch auch hier trugen Kollegialität und gemeinsame Ziele. Hermann Frömbsdorf, über Jahrzehnte im Metier, wusste sich sowieso Respekt zu verschaffen. Seit 2016 genießt er jedoch die Zeiten des Ruhestands im einst elterlichen Haus, in dem es immer genug zu tun gibt. Nun kann er sich auch wieder ausgiebig um den Garten kümmern. In seiner Jugend war er im Handball und Fußball aktiv, später dann über Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes.
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