MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Klaus Fröhlich
Immer etwas Sinnvolles tun
Lehrobermeister i.R.
07546 Gera
Klaus Fröhlich wurde am 10.05.1933 im ostthüringischen Gera geboren und wuchs in seiner Heimatstadt auf. Der Vater arbeitete als Tischler, die Mutter war Industriearbeiterin. Nach achtjährigem Schulbesuch absolvierte Klaus eine Lehre zum Elektroinstallateur und blieb noch für ein Jahr als Geselle bei diesem privaten Ausbildungsbetrieb. Im Anschluss war er im Fernmeldewesen und dem darin integrierten Freileitungsbau bei der Post tätig. „Ich war zehn Jahre lang Sommer wie Winter auf Montage unterwegs und habe Masten gesetzt, Leitungen oder Kabel verlegt“, erzählt Klaus Fröhlich. Zwischenzeitlich erlangte er auf diesem Gebiet seinen Facharbeiterbrief als Fernmeldemonteur. Später war er dann in der Technischen Verwaltung des Fernmeldeamtes Gera angestellt. Außerdem absolvierte er noch ein Fachhochschulstudium mit einem teilpädagogischen Abschluss. „Ab 1964 bis zu meinem Vorruhestand 1992 habe ich schließlich die Berufsausbildung Fernmeldewesen mit aufgebaut, dabei als Lehrobermeister fungiert und unter anderem weit über eintausend Fernmeldemonteure, Elektrozeichner oder Übertragungstechniker ausgebildet“, berichtet er über diesen prägenden beruflichen Abschnitt. 1955 heiratete Klaus Fröhlich seine Frau Gabriele, die als Tischlereiarbeiterin tätig war. Mit Marion hat das Paar eine Tochter. „Sie hat damals in einer meiner Klassen Elektrozeichnerin gelernt“, schmunzelt der stolze Vater. Mittlerweile gehören auch drei Enkel und vier Urenkel zur Familie, die vorrangig in Berlin und Oberfranken lebt. 2016 verstarb Gabriele Fröhlich nach langer Krankheit. „Eine intakte Familie war uns immer sehr wichtig“, reflektiert Klaus, dem aus seiner fast 62-jährigen glücklichen Ehe viele schöne Erinnerungen geblieben sind. Heute verbringt der Witwer die Freizeit am liebsten im nahe gelegenen Kleingarten, den er bereits seit einem halben Jahrhundert bestellt und sich parallel als langjähriges Vorstandsmitglied engagiert. „Hier gibt es immer etwas Sinnvolles für mich zu tun“, erzählt der begeisterte Naturliebhaber, der in seiner Jugend bei Einheit Gera auch aktiv Handball spielte und für sein Leben gern bastelt. „Ich habe zudem eine Modelleisenbahn gehabt, die jetzt meine Enkel interessant finden“, sagt er. Auch das Skatspielen betreibt Klaus Fröhlich seit über 40 Jahren regelmäßig. „Für dieses spannende Hobby treffen wir uns wöchentlich. Die Spielabende dienen aber ebenso der geistigen Fitness, unserer Geselligkeit und dass man Menschen um sich hat, mit denen man sich gut unterhalten kann“, verrät er. Für die Zukunft hat Klaus Fröhlich nur den einen großen Wunsch: Gesundheit für sich und seine Lieben. „So kann ich mich täglich an allem erfreuen, was mich in meiner lieb gewonnenen Heimatregion umgibt.“