MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Marlis und Dieter Fritzsch

Beständigkeit prägte beider Leben

Marlis und Dieter Fritzsch

Verwaltungsfachangestellte
Leiter der Verkehrspolizei, Fahrlehrer
Schloditzer Str. 22 b
08606 Tirpersdorf OT Juchhöh
Fon: 037421 / 23134 

Noch immer hängt das Herz von Marlies Fritzsch an der Altmark, auch wenn sie längst im Vogtland neue Heimat gefunden hat. Als Marlies Müller wurde sie 1945 in Krevese (Kreis Osterburg) geboren. Im Kreis von acht Geschwistern, von denen fünf früh starben, wuchs sie in bescheidenen landwirtschaftlich geprägten Verhältnissen auf. 1959 schloss sie die Schule mit der 8. Klasse ab. Drei Jahre dauerte ihre Lehre zur Agrotechnikerin, doch danach begann sie ihr Arbeitsleben für ein Jahr in der Hotelbranche. Die Heirat 1965 führte sie ins vogtländische Sachsen. Hier arbeitete sie als Verkäuferin bei der Staatlichen Handelsorganisation (HO) und der Konsumgenossenschaft. 1966 wurde Tochter Jana, 1970 Sohn Heiko geboren. Danach blieb sie erst einmal für ein Jahr zu Hause, konnte dann als Verwaltungsangestellte der Gemeinde Schloditz (später im Gemeindeverband mit Droßdorf) neue Aufgaben übernehmen. 1981 wurde sie zum Rat des Kreises abgeworben. Als Sachbearbeiterin im Bereich Örtliche Versorgungswirtschaft blieb sie, bis 1990 andere Strukturen griffen. Sie wechselte ins neu begründete Landratsamt, holte einen Abschluss als Verwaltungsfachangestellte nach, agierte im Umweltamt bis zum Jahr 2000, dann bis zum Renteneintritt 2005 im Sachgebiet Vollstreckung. Dieter Fritzsch ist Vogtländer von Lebensbeginn an, er kam 1943 in Stöckigt zur Welt. Der Sohn eines Dachdeckers wuchs mit Bruder und Schwester auf und wechselte nach achtjährigem Schulbesuch 1958 in eine dreijährige Lehre als Schmied. Den frischen Gesellen griff dann die Armee. Als er 1964 ins Zivilleben zurückkam, arbeitete er als Schlosser bei der Landtechnik in Untermarxgrün, wurde aber bereits ein Jahr später für den Polizeidienst geworben, vorerst eingesetzt in der Schutzpolizei. Nach einem Fachschulstudium (Abschluss als Staatswissenschaftler) avancierte er zum Offizier und wechselte zur Verkehrspolizei. 1979 wurde er Leiter der Verkehrspolizei im Kreis Oelsnitz/ Vogtland. Als Hauptmann der Volkspolizei schied er 1990 aus dem Dienst. 1991 begann er als selbständiger Fahrlehrer. Auch wenn er seit 2006 im Ruhestand ist, engagiert er sich bis heute, wie seit vierzig Jahren, für Verkehrsschulungen und Sicherheitstraining im Rahmen der Verkehrswacht, nunmehr ein eingetragener Verein. Er pflegt vogtländische Handwerkstraditionen, früher Schmiedearbeiten, zuletzt den Bau von Holzpyramiden. Das seit 2015 „goldene“ Ehepaar freut sich am ersten Enkelsohn Lukas, schätzt den Garten und den Aufenthalt in der Natur und war jahrelang in den Urlaubstagen der Ostsee, später dem Zillertal in Tirol treu.
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