MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Griseldis und Klaus Fritzsch
„Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ (Paul Gerhardt)
Gärtnergehilfin
Diplom-Landwirt
Wiesenweg 30
08064 Zwickau OT Cainsdorf
Fon: 0375 / 676910
Im örtlichen Kirchenchor sind beide aktiv bis heute, Frau Griseldis schon seit ihrer Jugend, begonnen 1954 im Kinderchor. Durch das Leben begleitete das Ehepaar seit 1965 ihr Trauspruch „Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle“ aus Psalm 65 (Vers 10). Dieser Quell sprudelt nun schon über die Goldene Hochzeit hinaus.
Beide kamen in Cainsdorf an der Zwickauer Mulde (seit 1999 Ortsteil der Stadt Zwickau) zur Welt. Als Griseldis Oeser begann 1947 ihr Weg durchs Leben. Nach dem Abschluss der 8. Klasse 1962 absolvierte sie eine dreijährige Lehre als Gärtnergehilfin bei der Wilkauer Firma Ackermann, die Mitglied der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) Zwickau war. Als die GPG 1990 aufgelöst wurde, arbeitete sie dann elf Jahre in der Cainsdorfer Filiale der Fleischerei Fliegner Marienthal als Verkäuferin. Im Jahr 2007 ging sie in Rente.
Klaus Fritzsch erblickt am Heiligabend des Jahres 1943 das Licht. Nach dem Abitur 1962 nahm er ein Studium an der Leipziger Universität auf. 1967 begann der nunmehrige Diplom-Landwirt in der Abteilung Landwirtschaft des Rates des Kreises Zwickau zu arbeiten. Später spezialisierte er sich auf Datenerfassung und die statistische Auswertung der Landwirtschaftsbetriebe. 1990 wechselte er ins Versicherungsamt des Landkreises, bearbeitete bis zum Jahr 2000 vor allem Rentenunterlagen. Die letzten Jahre bis zum Ruhestand 2009 beschäftigte ihn im Sozialamt das Eintreiben von Unterhaltsvorschüssen bei säumigen Vätern (und Müttern). Schon zu DDR-Zeiten wie später engagierte sich Klaus Fritzsch in der CDU (auch Griseldis Fritzsch ist Mitglied), war Vorsitzender der Ortsgruppe und Mitglied des Kreisvorstandes, wurde als Gemeinderat nominiert. Er war 45 Jahre im Gemeinde- und Ortschaftsrat. Für seine örtliche Kirchgemeinde übernahm er den Lektorendienst zu den sonntäglichen Gottesdiensten.
Beiden Ehepartnern liegt die Musik am Herzen, neben dem Singen das Klavierspiel, an dem Klaus Fritzsch bis heute Freude hat. Ihre Verbundenheit zur Natur zeigt sich in der Liebe zu ihrem Garten. Mit zwei Töchtern wurde die Familie gesegnet, Cornelia 1966 und Ramona 1977. Zwei Enkelkinder erfreuen die Großeltern. Griseldis Fritzsch geht gern zum Seniorentanz und liebt ihre Handarbeiten, zu der auch die erzgebirgische Technik des Klöppelns gehört. Auch die Familienfeiern, Ostern, Weihnachten stehen in der Tradition des Erzgebirges. Herrn Fritzsch liegt es besonders am Herzen, dass die Tradition des Aufzugs der Bergleute zur Christmette in der Kirche Cainsdorf aufrecht erhalten wird.