MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Karl-Heinz Fritz

Leben und leben lassen

Karl-Heinz Fritz

Berufsschullehrer
Am Wald 4
04680 Colditz OT Tanndorf

Karl-Heinz Fritz kam am 22.02.1934 im mecklenburgischen Rakow zur Welt. Seine Eltern arbeiteten als Landarbeiter und waren spätere Neubauern. „Unser Lieblingstreffpunkt war die nahe gelegene Schmiede. Wir haben Wagenräderrennen veranstaltet und hatten viele Freiheiten. Das Leben spielte sich auf der Dorfstraße ab“, erinnert sich Karl-Heinz Fritz an seine Kindheit. Von 1940–1948 besuchte er die Schule in Dreveskirchen und half seinen Eltern von 1947–1948 beim Hausbau. „Das war eine wunderbare Lehrzeit für mich“, erzählt er. Im Anschluss ging er für 1,5 Jahre in die Lehre als Maschinenschlosser auf die Mathias-Thesen-Werft nach Wismar. „Hier haben wir alle Gewerke des Schiffsbaus im Eiltempo kennengelernt. Mein Lehrmeister Jörke ist bis heute ein Vorbild geblieben“, sagt Karl-Heinz Fritz. Von 1952–1954 ging er zur Armee. Den Wunsch, bei der Luftwaffe zu dienen, konnte er sich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht erfüllen. „Nur 5 von 100 Männern aus unserer Kompanie haben den Flugtauglichkeitstest für die Luftwaffenschule in Moskau bestanden.“ Aufgrund einer lang zurück liegenden Gehirnerschütterung aus der Zeit als Hobbyringer wurde Karl–Heinz Fritz geraten, sich ein stressfreieres Leben aufzubauen. Er ging zurück nach Wismar und bekam von seiner ehemaligen Deutschlehrerin den Tipp, dass Sportlehrer für die Berufsschule gesucht werden. Kurz zuvor hatte er bei einer Bahnfahrt zur Kur nach Oberwiesenthal seine zukünftige Frau Irene (Materialverwalterin im Krankenhaus Colditz) kennengelernt, die er 1956 heiratete. Mit Ines (*1956, Sekretärin) und Volker (1957-1990) bekam das Paar zwei Kinder und hat mittlerweile auch zwei Enkel. „Natürlich wollte ich mit meiner Familie in Sachsen leben, was anfangs aus beruflichen Gründen allerdings nicht einfach war. Aber ich blieb dran und bekam 1955 eine Stelle als Sportlehrer in Leisnig“, sagt Karl-Heinz Fritz. Parallel zum Beruf belegte er weiterführende pädagogische Halbjahreskurse in Leipzig, studierte zwei Jahre als Sportlehrer an der DHFK, bevor er 1963 das komplette Lehrerstudium abschloss. „Ich habe dann an unserer Leisniger Schule und in der Textima Berufsschule auch Russisch unterrichtet, bevor Russisch 1964 als Pflichtfach an den Berufsschulen wieder abgeschafft wurde. Später habe ich natürlich auch viele andere Fächer unterrichtet“, berichtet er. Bis 1991 war Karl-Heinz Fritz im Lehramt tätig und ging anschließend in den Vorruhestand. Heute verbringt er seine freie Zeit am liebsten mit Haus, Hof und Garten. „Ich bin stolz, dass wir das Elternhaus meiner Frau über die vielen Jahre hinweg so wunderbar ausgebaut und renoviert haben“, resümiert Karl-Heinz Fritz. Für die Zukunft wünscht er sich und seiner Familie ein weiteres Leben ohne Sorgen und körperliche sowie geistige Fitness bis ins hohe Alter.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz