MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Wolfgang Fritzsche

Der tägliche harte Kampf um den Erfolg

Wolfgang Fritzsche

Maurermeister und ehemaliger Inhaber eines Baugeschäftes
mit Ehefrau Christa Fritzsche
08451 Crimmitschau

Wolfgang Fritzsche wird 1934 in Blankenhain geboren, der Vater arbeitet als Maurerpolier, die Mutter führt einen Krämerladen. Sein Großvater basaß ein Baugeschäft. Er besucht ab 1940 acht Jahre die Schule und erlebt nach 1945 die neuen Lehrer im Alter von 18 Jahren, die ihren Schülern im Wissen oft nur um eine Woche voraus sind. Auf Drängen seiner Angehörigen beginnt er nach der Schule eine Lehre als Maurer. Ab 1953 wird das Bauen auf den Dörfern größtenteils eingestellt. Der junge Mann geht auf Montage, arbeitet in Stalinstadt, dem späteren Eisenhüttenstadt, in Halle oder in Zeitz und kommt schließlich in Blankenhain in der Firma seines Onkels unter. Wolfgang Fritzsche liebt seinen Beruf und übt ihn gern aus, 1964 legt er erfolgreich die Meisterprüfung ab. Dies ermöglicht ihm, 1973 die Firma seines Onkels zu übernehmen, als dieser in den Ruhestand geht und keinen geeigneten Nachfolger in der eigenen, engeren Familie findet. Der Kelch der von der SED-Führung initiierten Enteignungen von klein- und mittelständischen Betrieben im Jahr 1972 ist zum Glück an ihm vorbeigegangen. Wolfgang Fritzsche ist zwar nun sein eigener Chef, muss sich aber den Auflagen der Planwirtschaft in der DDR beugen. Doch diese sichert ihm und seinen Mitarbeitern stets auch eine gute Auftragslage und den von ihm ausgebildeten Lehrlingen eine berufliche Zukunft. Dies ändert sich ganz schnell ab 1990. Um seine Aufträge muss sich der Firmenchef nun selbst kümmern und dabei oft hart kämpfen und sich gegen Mitbewerber behaupten. Ab 1991 bessert sich die Lage, fünf Jahre später übernimmt der Sohn den Betrieb. Dieser läuft heute sehr gut und gibt den acht Mitarbeitern eine berufliche und persönliche Perspektive, doch dieser Erfolg fordert jeden Tag höchsten Einsatz von allen Beteiligten. Mit seiner Frau Christa ist Wolfgang Fritzsche seit 1956 verheiratet. Die gelernte Korsettschneiderin ist nach der Geburt der Kinder als Heimarbeiterin tätig, arbeitet anschließend bei der Post und Sparkassen-Agentur Blankenhain und kümmert sich später im Betrieb ihres Mannes um die Buchhaltung. Auch die drei Kinder haben ihren Platz im Leben gefunden. Elke, die älteste Tochter, arbeitet in einem Behindertenheim für psychisch kranke Menschen, der Sohn Mathias führt die Firma Haustechnik und Heizungsbau, sein jüngerer Bruder Jörg führt das Baugeschäft weiter. Wolfgang und Christa Fritzsche freuen sich über sieben Enkel und zwei Urenkel und sind vor allem froh, dass diese alle in der Nähe wohnen. Sie genießen ihren Ruhestand, beim Lösen von Rätseln und bei guter Lektüre. Früher sind sie gern und viel verreist. Die Fritzsches wünschen sich für die kommenden Jahre vor allem eine gute Gesundheit.
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