MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rosemarie und Joachim Freund
„Gute Gesellschaft verdoppelt das Glück des Einzelnen.“ (aus Irland)
Lengenfelder Str. 98
08064 Zwickau
Fon: 0375 / 281556
Rosemarie Freund, geborene Wolff, erblickte 1952 in Zwickau das Licht der Welt. Der Vater war Bergmann, die Mutter vorwiegend Hausfrau, denn Rosemarie hatte vier weitere Geschwister und Betreuung und Erziehung dieser Schar erforderte volles Engagement der Mutter. Einen Berufswunsch hatte das Mädchen Rosemarie nicht, lernte nach der 10. Klasse (1958–1968) was in der Region möglich war: Im VEB Textilwerk Mülsen den Beruf einer Textilveredlerin. Nach der Ausbildung blieb sie im Betrieb tätig bis ihre Tochter Cathleen geboren wurde (1973, heute in Behindertenwerkstatt). Die Unterbringung und Betreuung des Kindes gestaltete sich als schwierig, weil das Kind gesundheitliche Beeinträchtigungen hatte, Unterbringung in einer Sonderkrippe nicht gleich möglich war und später mit der Einschulung des Mädchens weiter besondere Zuwendung erforderlich war. Rosemarie Freund ordnete ihr eigenes Berufsleben diesen familiären Anforderungen unter, arbeitete wann und wo es eben möglich war und scheute sich vor keiner Aufgabe, egal ob es eine Arbeit im Finanzamt, als Verkäuferin oder Raumpflegerin war. Die Wende erlebte sie bei der HO (Handelsorganisation) in Zwickau, wurde arbeitslos und konnte dann in einer Reinigungsfirma, die für die Kammgarnspinnerei Dienstleistungen erbrachte, nochmal von 2007–2016 Anstellung finden. Heute ist sie im wohlverdienten Ruhestand. Mit Ehemann Joachim ist sie seit 1973 verheiratet. Wie Tochter Cathleen, wohnt auch der gemeinsame Sohn Marcus (geb. 1981, gelernter Tischler, VW-Angestellter) im Elternhaus und zusammen mit den beiden Enkelkindern sorgt das für Abwechslung und tägliches Miteinander. Dass auch Joachim seit 2015 Rentner ist, kommt dem sehr entgegen, denn im 1998 gekauften und eigenhändig ausgebauten Haus mit Garten gibt es immer etwas zu tun. 1952 geboren, 1958–1968 den 10-jährigen Schulbesuch absolvierend, lernte Joachim Freund den Beruf eines Betriebsschlossers. Nur durch die Wehrpflicht unterbrochen (1971–1972), arbeitete er ununterbrochen in seinem Beruf im VEB Kammgarnspinnerei Zwickau bis 1990. Die Wende und ihre Folgen beendeten diese Tätigkeit und führten zur Aufnahme einer Arbeit als Lagerist bei einer Baubeschlägefirma, später Firma Ammon für zwölf Jahre. Drei Jahre Arbeit als Feuerlöscherrevisor folgten, dann wurde er arbeitslos. Eine Umschulung zum Schweißer führte ihn in eine Leiharbeitsfirma und glücklicherweise danach auch noch einmal in eine Festanstellung (2011–2015). Als Schweißer, zum Teil auch mit Montagetätigkeiten verbrachte er die letzten Berufsjahre. Den Eheleuten wird die Zeit nicht lang. Joachim Freund ist begeisterter Bastler, Handwerker mit Leib und Seele und Hobbygärtner. Rosemarie Freund strickt, stickt, malt und kocht leidenschaftlich gern. Der Zusammenhalt in der Familie und die Kontakte im Freundeskreis sind den Freuds wichtig. Das monatliche Bowling, der jährliche Kurztrip zu Ostern sind Tradition.
Ganz klar, was sie sich wünschen: Lange gesund und fit zu bleiben!