MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jutta und Reinhard Fricke

Dankbar für die Geschenke des Lebens

Jutta und Reinhard Fricke

Bau- und Kunstschlosserin i. R.
Landmaschinenschlosser i. R.
06667 Weißenfels

Jutta und Reinhard Fricke führen eine sehr glückliche und harmonische Ehe. Sich der Tatsache bewusst, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, sind sie dafür ebenso dankbar wie sie jeden neuen Tag als großes Geschenk empfinden. Jutta Fricke wurde am 01.05.1949 in Wählitz geboren. Die Eltern betrieben eine eigene Landwirtschaft. Vater war zusätzlich Schmied. Schon als kleines Mädchen schaute sie ihm über die Schulter, half bei kleineren Arbeiten und der Wunsch, Handwerkerin zu werden stand fest. Die Schule beendete sie mit der achten Klasse, holte die neunte und zehnte Klasse an der Berufsschule nach und ließ sich ab 1963 an den Drahtwerkstätten Weißenfels zur Bau- und Kunstschlosserin ausbilden. Sie war das einzige Mädchen der Klasse und brillierte mit ihrem Gesellenstück – ein Tor mit Pfosten. Die meisten Tore und Zäune, welche heute Weißenfels zieren, sind ihr zu verdanken. Vielseitig ausgebildet, war ihr berufliches Wirken stets von Erfolg gekrönt. Das ganze Berufsleben hindurch blieb sie der gleichen Firma treu. Schon zu DDR-Zeiten war ihr absolutes Spezialgebiet die Kupferschutzverdrahtung von Kirchenfenstern. Die gesetzlichen Anforderungen beherrscht kaum jemand so gut wie sie. Da kam es schon mal vor, dass sie die eingearbeiteten Fenster anderer Firmen völlig erneuern musste. Sie ist Meisterin reiner Handarbeit, musste bei Restaurierungsarbeiten auf sehr hohen Leitern agieren und reiste bei Anfragen selbst sogar bis nach Frankreich. Jutta Fricke ist Vollbluthandwerkerin. Dies ist ihre Welt, in der sie aufgeht, und deshalb lässt sie es sich nicht nehmen, auch im Ruhestand noch in ihrem einstigen Betrieb einzuspringen, wenn Not am Mann ist. Ehemann Reinhard wurde am 15.05.1947 in Halle geboren. In Teuchern wuchs er gemeinsam mit vier Schwestern auf. Nach der zehnten Klasse widmete er sich bei der Maschinen-Traktoren-Station seiner Ausbildung zum Landmaschinenschlosser und war in der Demontage von Traktoren und Landmaschinen tätig. Nach einer Rückenoperation wurde er als Heizer oder Lagerist eingesetzt und nahm jede Arbeit wahr, bei der er gebraucht wurde. Mit wendebedingtem Besitzerwechsel, setzte er seinen Weg im Betriebsteil Verkehrstechnik fort und fand dort ein schönes und befriedigendes Betätigungsfeld. 1997 von Arbeitslosigkeit betroffen, verbrachte er zwei Jahre bis zur Rente am gleichen Betrieb, an welchem seine Frau schon so viele Jahre arbeitete. Jutta Fricke gehört dem Bauausschuss der evangelischen Kirche an. Getragen von dem Glauben an Gott unterstützt sie aktiv den Gemeindekirchenrat, betreibt im Garten intensiven Gemüseanbau, geht walken und liebt Lektüre. Ihr Mann spielt einmal wöchentlich Skat, singt im Kirchenchor und hütet in seiner Fußballmannschaft das Tor. Sohn Thomas wählte ein anderes Betätigungsfeld als seine Eltern. Er entschied sich für den Bereich Pharmazie. Frickes Freundes- und Bekanntenkreis ist riesig und auch dafür sind sie dankbar und sehen diese Menschen als ein Geschenk, das sehr reich macht.
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