MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rainer Friedemann

„Zeige mir, Herr, Deinen Weg“ (Psalm 32)

Rainer Friedemann
Pfarrer

08064 Zwickau

In einem bäuerlichen Haushalt wurde Rainer Friedemann 1943 in Niederfrohna (Kreis Chemnitz) geboren. Hier besuchte er die Schule bis zur 8. Klasse. Auch wenn zeitig klar war, dass der ältere Bruder einmal den Hof übernehmen würde, die Arbeit im elterlichen Betrieb und der Besuch der landwirtschaftlichen Berufsschule wurden selbstverständlich. Doch 1960 zwang die Politik der DDR die Bauern in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG). Da begann Rainer Friedemann für viereinhalb Jahre als ungelernter Arbeiter in der Wirkerei einer Textilfirma Geld zu verdienen, doch innerlich ging er schon auf ganz andere Reise. Nach der Konfirmation (Jugendweihe war 1957 noch eher ungewöhnlich) wurde die Junge Gemeinde des Dorfes geistige Heimstatt. Von seinem persönlichen Glauben erzählte er den anderen, besuchte christliche Rüstzeiten (Seminare für Laien). Immer mehr wuchs er in den ehrenamtlichen Dienst, so dass für ihn eine theologisch orientierte Ausbildung nahelag. Diese absolvierte er 1964–1968 am Diakonenhaus in Moritzburg (bei Dresden). Diese Ausbildung wurde 1990 vom Sächsischen Kultusministerium als Hochschulausbildung eingestuft, und damit die Absolventen als Diplom-Religionspädagogen anerkannt. Als Diakon (geistliches Amt, dem Pfarrer beigeordnet) ab 1968 widmete er sich vor allem Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit, leitete nun selbst Rüstzeiten, wirkte in Bergen (Vogtland) als Gemeindediakon und hielt in Vertretung des Pfarrers Gottesdienste. In Bergen wie in anderen Gemeinden fand seine Arbeit Resonanz. Die Evang.-Luth. Landeskirche berief ihn unter Mitwirkung des Superintendenten (leitender Pfarrer des Kirchenkreises) in den Dienst eines Pfarrers und übertrug ihm 1979 die vakante Pfarrstelle in Müssen St. Micheln. Die ersten Monate war der neue Stelleninhaber Bauherr, es galt das Pfarrhaus wohnlich zu machen. Dann wurden die seelsorgerische Arbeit mit den Gemeindemitgliedern, die Gottesdienste und Amtshandlungen zum ausfüllenden Leben. Zudem gründete er einen Posaunenchor (den er bis 2005 leitete). Bei der Zusammenlegung wuchs ihm noch die bis dahin eigenständige Pfarre von Mülsen St. Jacob zu. 2003 trat Rainer Friedemann in den Ruhestand. Frau Ursula (Heirat 1968) war ihm als Mitarbeiterin im Pfarrbüro unterstützend zur Seite. Ein Sohn, zwei Töchter, inzwischen sieben Enkel wurden der Familie geschenkt, der Sohn und der älteste der Enkel entschieden sich ebenfalls für die Diakonenausbildung.
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