MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Gertraude Friede

Afrikaspezialistin

Gertraude Friede

Dozentin, wissenschaftliche Mitarbeiterin Karl-Marx-Allee 67 10243 Berlin 

Als die Jüngste von vier Geschwistern wurde Gertraude Friede 1940 im Oberlausitzer Ebersbach-Neugersdorf geboren. Nach dem Ablegen des Abiturs studierte sie ab 1959 vier Jahre an der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin Ethnologie mit der Spezialisierung Ethnographie Afrikas. Anschließend arbeitete Gertraude Friede als Referentin in der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft der Liga für Völkerfreundschaft. In dieser Zeit kam sie mit einer Reihe von Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur Afrikas in Kontakt. 1968 wechselte sie, mit dem Ziel zu promovieren, an das Institut für Orientforschung der Akademie der Wissenschaften (AdW). Sie war mit einem wissenschaftlichen Forschungsauftrag über die Rolle der Tradition in der afrikanischen Gesellschaft befasst. Ein Jahr später wurde das Institut für Orientforschung infolge von Strukturveränderungen an der AdW aufgelöst und sie gemeinsam mit anderen Mitarbeitern an das Institut für Internationale Beziehungen an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften in Potsdam-Babelsberg versetzt. Als Mitarbeiterin der Abteilung Asien, Afrika, Lateinamerika verfasste sie eine Reihe wissenschaftlicher Studien zu sozio-ökonomischen und politischen Entwicklungstendenzen afrikanischer Länder südlich der Sahara und lehrte im Rahmen der Diplomatenausbildung. 1972–1974 promovierte sie zum Dr. rer. pol. / Entwicklungsländer. Von 1980–1984 arbeitete Dr. Friede in Mocambique und führte dort Studenten zum Diplom. In diesem afrikanischen Land erhielt sie zum 10. Tag der Unabhängigkeit eine Auszeichnung. 1990 wurde das Institut für Orientforschung abgewickelt und alle Mitarbeiter in die sogenannte Warteschleife versetzt. Dr. Friede nutzte Ende 1990, Anfang 1991 die Gelegenheit in der Zweigstelle eines westdeutschen privaten Bildungsträgers in Suhl an einem Betriebswirtschafts-Intensivseminar teilzunehmen. Anschließend erhielt sie bei dieser Bildungseinrichtung nach üblicher Probezeit eine Festanstellung als Dozentin in Ludwigsfelde, wo sie bis zu ihrer Berentung tätig war. Bis 2006 betreute Dr. Friede außerdem ihren Vater, der 104 Jahre alt wurde. Dr. Gertraude Friede schaut zufrieden auf ihr Leben. Sie genießt die Zeit mit ihrem Lebenspartner und holt nach, was sie sich in der Vergangenheit aus Zeitmangel versagen mußte. Sie nimmt en den jährlichen Klassentreffen in ihrem Geburtsort teil, wandert viel, reist gern, genießt kulturelle Angebote, liest und fotografiert. Für Fotos ihres Geburtsortes erhielt sie von der Stadtverwaltung einen Preis.
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