MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dieter Frankenberg

Technisches Verständnis und pädagogisches Geschick

Dieter Frankenberg

Diplom-Ingenieur (FH) für Maschinenbau, Ingenieurpädagoge
98716 Geraberg

Geraberg inmitten des Thüringer Waldes wurde 1946 zum Geburtsort von Dieter Frankenberg und blieb ihm Heimat bis heute. Die Mittelschule schloss er 1963 mit der 10. Klasse ab. Dann begann seine zweijährige Ausbildung als Maschinenbauer beim VEB Labortechnik in der Nachbarstadt Ilmenau. Damals war es keine Frage, dass ein hervorragender Lehrling wie Dieter Frankenberg dann übernommen wurde. Doch verpflichtete ihn bald die Armee. In der Unteroffiziersschule Römhild sammelte er, als Ausbilder eingesetzt, erste praktische Erfahrungen mit pädagogischem Anspruch. Zurück im Ausbildungsbetrieb wurde er bald als Brigadier in der Endmontage tätig. Ein Fernstudium an der Ingenieurschule Schmalkalden beendete er 1974 als Ingenieur, heute als Diplomabschluss (FH) anerkannt. Als ein Unfall die Motorik der Hand zu beeinträchtigen begann, wechselte er 1974 in den Bereich Lehrausbildung. Schon nach einem halben Jahr wurde er Ausbildungsleiter für die rund 120 Lehrlinge. In einjähriger Weiterbildung qualifizierte er sich als Ingenieurpädagoge. Als 1979 ein zentrales Ausbildungszentrum für mehrere Ilmenauer Betriebe geschaffen wurde, fand er als Lehrobermeister Metall dort seinen Platz. Als Vorsitzender der Prüfungskommission für den Kreis Ilmenau im Bereich Metall übernahm er zusätzliche Verantwortung. Mit dem Ende der DDR änderten sich Strukturen, aber nicht der Aufgabenbereich von Dieter Frankenberg. Er führte die letzten Jahrgänge nach altem System verantwortungsvoll durch die Prüfungen. Aus der bisherigen Einrichtung wurde ein Berufliches Bildungszentrum in der Trägerschaft des Christlichen Jugenddorfes. Dieter Frankenberg übernahm dort die Benachteiligtenförderung, konnte für viele Jugendliche mit sozialen oder gesundheitlichen Problemen wertvoller Ratgeber und respektierter Fachausbilder sein, erreichte mit ihnen einen 2. Platz im bundesweiten Lehrlingswettbewerb. Er engagierte sich nun in der Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer (IHK), auch nachdem er im Jahr 2010 in den Ruhestand getreten war. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau wurde er auch im Patenwesen aktiv, entwickelte ein eigenes Patent. Seit 1969 steht Frau Marika, Maschinistin im VEB Metallgeräte Elgersburg, an seiner Seite. 1972 wurde Sohn Kay geboren, 1976 folgte Tochter Anja. Zwei Enkelkinder bereicherten das Familienglück. Als er 1975 daran dachte auf dem elterlichen Grundstück ein Haus zu bauen, gab es bürokratische Schwierigkeiten, als diese überwunden waren, sicherte ein Lottogewinn die finanzielle Seite. Bis vor kurzem war er im Heimatverein aktiv. Seit 1986 singt er im Gesangsverein „Liederkranz Geraberg“. Seit sechs Jahren gehört er auch zu den erfolgreichen „Außenseitern–Spitzenreitern“ (mit entsprechender MDR-Würdigung) des Shanty Chores Geraberg.
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