MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ursula Frankenberg

Im Leben sehr viel Glück gehabt

Ursula Frankenberg

Ökonom
98716 Elgersburg

Mit 63 Jahren ist sie 2015 in Rente gegangen und war nicht einen Tag arbeitslos. Ursula Frankenberg aus dem thüringischen Elgersburg ist darauf und auch auf ihre Familie stolz. Die studierte Ökonomin hat in ihrem Leben sehr viel Glück gehabt, sagt sie rückblickend. Seit 1974 ist die bodenständige Thüringerin, 1952 in Elgersburg geboren, verheiratet mit ihrem Mann Gunter (Reisekader im Bereich Labortechnik gewesen). Das Paar hat zwei Kinder und drei Enkel. Sohn André, geboren 1976, arbeitet als Angestellter auf dem Flughafen in München. Sohn Henning, der 1982 zur Welt kam, ist gelernter Zimmermann und lebt seit 2006 in Norwegen. Ursula Frankenberg wollte nach der 10. Klasse ursprünglich Chemielaborantin werden. „Wir hatten einen tollen Chemielehrer“, sagt sie dazu. Doch sie hätte nach Jena ins Internat gemusst, was sie ablehnte. Ihre Eltern waren Umsiedler und sie wollte Mutter und Vater als Einzelkind nicht allein lassen. Beim VEB Kohlehandel in Ilmenau, nur fünf Kilometer von Ursulas Heimat- und Wohnort entfernt, lernte sie von 1968-1970 Handelskaufmann. Die damalige Kaderleiterin hatte Kontakte zu Ursulas Schule und so stand deren Entschluss für eine Ausbildung schnell fest. Sie blieb 30 Jahre lang beim Kohlehandel, machte zuvor ein Fernstudium an der Fachschule für Binnenhandel Dresden, Außenstelle Erfurt (1971–1974), und arbeitete in verschiedenen Abteilungen von der Arbeitsökonomie bis zur EDV. 1984–1987 lebte Ursula Frankenberg - durch die Tätigkeit ihres Mannes – mit der gesamten Familie in Südamerika. In Quito, der Hauptstadt von Ekuador, betreute sie unter anderem Hortkinder im Alter von zwei bis acht Jahren im Botschaftsgebäude und war zudem als Botschaftssekretärin beschäftigt. Ursula Frankenberg konnte einmal im Jahr im Sommer fünf bis sechs Wochen mit Mann und Kindern während ihrer Zeit im Ausland Urlaub in der Heimat machen. Nach den drei Jahren Auslandseinsatz konnte sie in ihren Betrieb zurückkehren, wo eine Stelle in der Buchhaltung freigeworden war. Die Arbeit mit Zahlen machte ihr Spaß. Zur Wende (1990) wurde sie vom inzwischen bundesdeutschen Betrieb übernommen, erhielt aber zum 31.8.1998 ihre Kündigung mit Abfindung. Einen Tag später, am 1.9., wäre sie 30 Jahre dabei gewesen. Doch Ursula Frankenberg hatte Glück, bewarb sich auf eine Zeitungsannonce hin und konnte am 1.11.1998 in der Verwaltungsgemeinschaft Geraberg anfangen. Sie wurde 2000 Kämmerin, erstellte Haushaltspläne und war 2003/04 froh, als eine junge Kollegin vom Studium kam und sie entlastete. Ursula Frankenberg stand wieder in der zweiten Reihe, wie sie es immer wollte. In ihrer Freizeit tanzt die kontaktfreudige Thüringerin bereits seit den 1960er Jahren in der Volkstanzgruppe Elgersburg mit. Sie ist seit 1995 Blutspenderin und gehört der Sportgruppe an. Sie möchte noch möglichst viel verreisen und vor allem gesund bleiben.
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