MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Edgar Frauendorf
Familienmenschen
Industriekaufmann
Bergbauingenieur
Harthstr. 5
04552 Borna
Fon: 03433 / 200142
Renate Frauendorf wurde am 17..04.1950 in Borna geboren und wuchs mit ihrem jüngeren Bruder innerhalb einer sehr großen Familie behütet auf. Die schöne Kindheit war geprägt durch viele gemeinsame Unternehmungen mit Verwandten und auf diese Weise entwickelte sie sich selber zum Familienmenschen.
Der Schulbesuch endete mit der 10. Klasse und im Braunkohlenwerk Borna ließ sie sich – wie es damals noch hieß – zum Industriekaufmann ausbilden. Innerhalb des Betriebsteiles Großzössen begann sie als Sachbearbeiterin, verfügte über ein sehr schönes Aufgabenfeld und hatte überaus nette Kollegen.
Nach der Wende 1991 wurde ihre Außenstelle mit Espenhain zusammengelegt, doch nur drei Jahre später wurde ihr gekündigt. Renate Frauendorf gab nicht auf, fand eine neue Arbeitsstelle in einer Leipziger Spedition und als sich diese Firma in Zwenkau einen neuen Firmensitz erschuf, konnte sie beschäftigt bleiben und ging mit 60 Jahren in Rente.
Edgar Frauendorf, geboren am 04.08.1940 in Frohburg, kann von keiner so schönen Kindheit berichten. Der Vater galt ab 1943 als vermisst und die Mutter musste ihre fünf Kinder allein versorgen.
Die 10. Klasse lag hinter ihm, als er mit nur 16 Jahren in Senftenberg sein Studium aufnahm und mit noch nicht ganz 20 Jahren schon über den Abschluss als Bergbauingenieur verfügte.
Sechs Monate arbeitete er im Tagebau Borna, doch Edgar Frauendorf hatte ein Ziel. Er wollte unbedingt Dispatcher werden und er wurde Dispatcher. Fortan galt sein Verantwortungsbereich allerdings nicht nur dem Tagebau. Er war zuständig für das gesamte Werk in Borna, wurde Chef von fünf Mitarbeitern und die Aufgaben wurden immer breitgefächerter. Zahllose Nebenarbeiten fielen an und er stellte sich allen Herausforderungen. Zielorientiert gestaltete er sein Leben, tat Gleiches im Betrieb und trotz des Arbeitsaufwandes kam er jeder einzelnen Aufgabe gern nach.
Als Verfechter seines Landstriches wird gern ein Spruch zitiert: „Die Menschen sind es, die eine Region zu dem machen, was sie ist.“ Daran war auch Edgar Frauendorf in entscheidendem Maße beteiligt. So wird deutlich, dass er tief enttäuscht war, mit nur 55 Jahren in den Vorruhestand verabschiedet zu werden. Doch dies liegt lange zurück.
Von Kindheitsbeinen an sportbegeistert, widmete er sich zahlreichen Sportarten, wurde u. a. im Kegeln Bester des Bezirkes und fährt bis heute mit Sohn und Enkel zu den Fußballspielen von RB Leipzig.
Seine Frau liebt es, Wohnung und Garten vom Feinsten in Ordnung zu halten. Gemeinsam gehen sie oft schwimmen und bei diesem Fitnessprogramm wird es Renate und Edgar Frauendorf gelingen, die Entwicklung ihrer beiden Enkelkinder noch sehr lange verfolgen zu können.