MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christa und Rudolf Franke
Vorfreude auf die Diamantene Hochzeit
Rohrwalzerin i. R.
Berufskraftfahrer i. R.
Robert-Dißmann-Str. 12
01587 Riesa
Fon: 03525 / 739804
Nicht nur die Eheleute, sondern die gesamte Familie mit den Kindern Peter, Carola, Heidrun, Silvia und Michael, mit 11 Enkeln und in Kürze dem siebenten Urenkel verschmolzen aufgrund ihres großen Zusammenhaltes harmonisch und eng miteinander.
Heute ist es für Christa und Rudolf Franke kaum noch vorstellbar, wie sie es einst schafften, ihr Berufsleben in Schichtarbeit sowie den dreijährigen Hausbau nach Feierabend zu bewältigen und ihre Kinder dennoch zu wertvollen Menschen erzogen zu haben. Ihr Wunsch war der Bau eines Eigenheimes eigentlich nicht. Doch ihr Mann setzte sich durch. Die Kinder sollten in schönem Umfeld aufwachsen. Eingezogen wurde am Heiligen Abend des Jahres 1976.
Geboren wurde Christa Franke am 27.05.1936 in Mühlberg. Drei Jahre später erfolgte Umzug nach Neu-Borgsdorf. 1945 wurde der Vater erst eingezogen und ist im gleichen Kriegsjahr gefallen. Alle fünf Geschwister durchlebten mit ihrer Mutter eine harte und arme Zeit. Um sich ernähren zu können, bettelten die Kinder beim Bauern und Bäcker und auch die Schulzeit, während der noch alle Klassen in einem Raum unterrichtet wurden, war schwierig. Doch beim Herumstromern in herrlicher Gegend wurden der Kindheit auch schöne Stunden beschert.
1950 stieg Christa Franke in einer Gärtnerei ins Berufsleben ein, bekleidete fünf Jahre eine Stelle in der Landwirtschaft und war drei Jahre in der Küche der Ingenieurschule beschäftigt. Natürlich pausierte sie regelmäßig für ihre Kinder, setzte ihren späteren Weg in der Zündholzfabrik fort und konnte sich anschließend im Stahl- und Walzwerk Riesa ausbilden lassen. Sie erhielt den Facharbeiterabschluss als Walzwerkerin, bildete sich weiter und war bis 1991 als Qualitätskontrolleurin im Werk beschäftigt. Angesehen und anerkannt, durfte sie für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen entgegen nehmen.
Ehemann Rudolf wurde am 11.11.1937 in Krumbach geboren. Umzug führte vorerst nach Hainichen, später nach Heida, wo er die Schule besuchte, als Junge oft Unsinn trieb und kleine Mädchen in die Brennnesseln jagte. Die Schreckensbilder des Krieges allerdings verließen ihn nie. Nach der Schule begann er eher ungern in der Landwirtschaft, entfloh ihr mit Gründung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und begann als Fahrer in einer Rossschlächterei. Später als Kutscher in einem Zeithainer Fuhrgeschäft beschäftigt, arbeitete er ab 1962 als Beifahrer im Bau- und Montagekombinat Riesa. Den Führerschein für Großgeräte hatte er schon 1958 erhalten.
Heute werden im Garten Gemüse, verschiedene Kartoffelsorten und eine Vielzahl an Blumen gezüchtet. Vielleicht zieren diese Blümchen auch die Tafel zur 2017 bevorstehenden Diamanthochzeit. Die Vorfreude ist auf jeden Fall groß.