MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz Freis

Mit Geschicklichkeit die Furchen des Lebens buddeln

Karl-Heinz Freis

Am Regenbogen 19
04838 Eilenburg
Fon: 03423 / 756752

Karl-Heinz Freis ist ein sehr vielseitiger Mensch, was ihm vor allem bei seinem beruflichen Werdegang zugute kommt. Er wird am 30. Juli 1947 in österreichischen Enzelfeld geboren. Der Vater ist Tischler, die Mutter arbeitet als Verkäuferin. Nach dem Scheitern der Ehe kehrt die Mutter mit dem Sohn in die Heimatregion ihrer Eltern zurück und erkrankt später an einer Lähmung. Karl-Heinz Freis findet Aufnahme in einem Waisenheim, wo es ihm sehr gut geht. Er ist der DDR sehr dankbar diese Jahre und kann äußerst zornig werden, wenn er die heutigen undifferenzierten Horrormeldungen über Kinderheime in der DDR mit anhören muss. Schon sehr früh träumt Karl-Heinz Freis davon, einmal mit dem Bagger auf den Baustellen die Erde aufzubuddeln. Nach dem Abschluss der achten Klasse absolviert er eine dreijährige Lehre in Nordhausen, sein damaliger Lehrmeister ist ihm bis heute ein Vorbild geblieben. Anschließend arbeitet er 20 Jahre im Ingenieurbau in Eberswalde und absolviert hier eine zweijährige Weiterbildung zum Baumaschinisten, die am Wochenende stattfindet. Karl-Heinz Fries freut sich schon auf den Wehrdienst bei der NVA, wo man ihm den Einsatz bei den Pionieren und an modernsten Maschinen in Aussicht gestellt hat. Doch sein Betrieb will ihn nicht ziehen lassen und erwirkt immer wieder seine Rückstellung. Neben der Arbeit arbeitet der Baggerfahrer als Aushilfskellner und lernt so in der Kneipe seine Frau Angelika, eine Verkäuferin, kennen. Sie heiraten 1980, im Jahr 2015 stirbt sie. Angelika bringt den Sohn Dirk mit in die Ehe. Der Schwiegervater Erich Krause tut im Rang eines Oberstleutnants Dienst im Wehrkreiskommando von Delitzsch. Später arbeitet Karl-Heinz Freis beim Stadtverkehr Eilenburg als Kraft- und als Busfahrer, die letztere Arbeit sagt ihm nicht so zu und so wechselt er in eine andere Abteilung, wo er bis zur Wende als Technologe tätig ist. Durch die Vermittlung eines Bekannten kommt der Baggerfahrer beim Straßentiefbau unter und kündigt, als der Arbeitgeber nach einem Einsatz im Westen die dort gewährte Lohnerhöhung wieder streichen will. Weitere Stationen sind die Firmen Göbert und Getränke-Köhler. Mit einem Scania-Hänger-Zug fährt Karl-Heinz Freis durch ganz Deutschland, um Bier einzukaufen und lernt so alle Brauereien im Bundesgebiet kennen. Die letzten Jahre seines beruflichen Lebens fährt er einen Gabelstapler. Den Ausgleich zu einer oft sehr harten Woche findet er im Garten und beim Reisen. Karl-Heinz Freis lebt sehr gern in seiner Region und verbringt die freien Stunden gern mit den Gartennachbarn oder guten Kumpels. Er ist sehr glücklich, noch bei guter Gesundheit zu sein und das soll auch so bleiben.
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