MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Reinhild und Eberhard Franke

Die Enkel als schönstes Ehrenamt

Reinhild und Eberhard Franke

Dipl.–Ing. für Lebensmitteltechnologie
Dipl.–Ing. für Verkehrsbautechnik
99096 Erfurt

Reinhild Franke kam am 14.07.1943 in Gotha zur Welt, wuchs in Großengottern auf und besuchte acht Jahre die heimatliche Grundschule. Mit dem Ziel Abitur ging sie anschließend bis zur 12.Klasse auf die Oberschule in Mühlhausen. Nach einem praktischen Jahr bei „VEB Frutta“ in Altenburg zog Reinhild zum Studium nach Berlin und erlernte an der Humboldt Universität fünf Jahre den Beruf Diplomingenieurin für Lebensmitteltechnologie. Da ihr Mann bereits in Erfurt arbeitete und das Paar 1966 geheiratet hatte, war es für Reinhild Franke möglich, ebenfalls in Erfurt beim Rat des Bezirkes, Abteilung Lebensmittel, Fuß zu fassen. Als es später in der DDR zur Kombinatsbildung kam, wurde sie im Zuge der Umstrukturierung ins Kombinat OGS umgesetzt. Dort war sie viele Jahre Fachgebietsleiterin für Planung und Bilanzierung. Im Vorfeld der Wende übernahm sie die Lebensmittelkontrolle eines Betriebes in Gispersleben und arbeitete dort bis zu dessen Schließung 1993. Nach einiger Zeit der ehrenamtlichen Tätigkeit beim Arbeitskreis der Familienverbände war sie von 1994 bis zur Pensionierung 2007 in verschiedenen Abteilungen des Finanzministeriums Erfurt tätig. Eberhard Franke wurde am 19.09.1941 in Mühlhausen geboren und ging bis zum Abitur in seiner Heimatstadt zur Schule. Nach einem praktischen Jahr bei der Deutschen Reichsbahn in Dresden studierte er fünf Jahre an der dortigen Verkehrshochschule und schloss das Studium 1966 als Diplomingenieur für Verkehrsbautechnik ab. Im Anschluss bekam er eine Anstellung bei der Reichsbahndirektion Erfurt, Fachabteilung Brücken, und war dort bis zur Wende als Statiker, späterer Prüfstatiker und Abteilungsleiter tätig. Zum Jahresbeginn 1994 wurden beide Behördenbahnen zu einer Aktiengesellschaft zusammenschlossen. Direktionen wurden zu Niederlassungen, und Eberhard Franke wurde zum Leiter der Niederlassung Erfurt berufen. Später, als die 34 kleineren noch einmal zu 7 großen Niederlassungen zusammengeschlossen wurden, wurde er von 1997 bis zu seiner Pensionierung im September 2006 in die Niederlassung Leipzig, Abteilung Betrieb, integriert. „Insgesamt habe ich 41 Jahre meines Lebens bei der Bahn gearbeitet“, resümiert Eberhard Franke. Seine Frau und er haben neben ihren Berufen drei gemeinsame Kinder groß gezogen. Der älteste Sohn arbeitet heute als Jurist, die Tochter als Logopädin. Der jüngste Sohn ist an einer Autoimmunerkrankung verstorben. Ein Schicksalsschlag, der die Familie noch enger zusammen geschweißt hat. „Mittlerweile werden wir von 6 Enkelkindern auf Trab gehalten. Das ist neben der Gartenarbeit unser schönstes Ehrenamt“, sagen beide mit einem glücklichen Lächeln. Für die Zukunft wünschen sie sich Gesundheit, denn 2016 steht mit der Goldenen Hochzeit ein weiterer Meilenstein ihres erfüllten gemeinsamen Lebensweges bevor.
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