MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela Marie Franke

„Immer den Kopf oben behalten!“

Gisela Marie Franke

Lehrerin i. R.
Theodor-Fontane-Platz 6
07973 Greiz
Fon: 03661 / 434201

Bezeichnenderweise lebt sie nicht nur am Theodor-Fontane-Platz, sondern ist der Literatur wie den schönen Künsten überaus zugetan. Favorit unter den Autoren allerdings ist Erwin Strittmatter, der 1953 den Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR entgegen nehmen durfte. Selbst nahm Gisela Marie Franke während ihres erfüllten Lebens viel Achtung und Anerkennung entgegen und büßte nichts an ihrem breigefächerten Interessensspektrum ein. Geboren am 29.01.1924 in Bad Köstritz, entstammt sie einer ganzen Lehrerdynastie – eine Konstellation, die abfärbte. Schon als Kind spielte sie Schule und natürlich wollte auch sie Lehrerin werden. Sie besuchte die Grundschule, wechselte ans Lyzeum für Mädchen, legte das Abitur ab und wandte sich vorerst einem praktischen Jahr zu. Zum Studium der Pädagogik begab sie sich 1943 nach Leipzig und erhielt 1948 das Staatsexamen. Neben ihrem Hauptfach Geografie lehrte sie Astronomie wie Deutsch und begann 1949 in Gera-Langenberg.. Um ihre Großeltern unterstützen und pflegen zu können, ließ sich Gisela Marie Franke 1953 nach Greiz versetzen, unterrichtete an der Goethe-Schule – einer Bildungseinrichtung mit rund 800 Schülern – und agierte die letzten 10 Jahre ihres engagierten Schaffens als stellvertretende Direktorin. 1984 pensioniert, frönte sie nicht zuletzt als Geographielehrerin ihrer größten Leidenschaft und ergänzt freudig: „Ich habe mir die Welt beguckt.“ Als DDR-Bürgerin bereiste sie die begrenzte Anzahl der Länder. Nach der Wende genoss sie es, den erweiterten Globus zu erforschen, wobei sie ihr Herz an die nordischen Länder verlor. Stete Begleiterin war ihre sehr gute Bekannte und frühere Schulsekretärin Elfriede Albert – zwei Damen, die sich seit Jahrzehnten zugetan sind. Noch enger verbunden ist Gisela Marie Franke mit ihrer Schwester Friedrun, die selbstverständlich auch Lehrerin war, Musik unterrichtete und noch immer Orgel spielt. Leider lebt sie in Weimar, doch die Schwestern telefonieren täglich. Auch Vater war Musiklehrer mit Spezialausbildung und die Tochter versteht das Phänomen bis heute nicht, dass nicht auch sie ein Instrument erlernte. Anstatt dessen wurde sie Mitglied der geographischen Gesellschaft und tauschte sich oft mit Gleichgesinnten aus. Die große Wanderfreundin besucht häufig Vorträge und Sinfoniekonzerte, liest zahllose Bücher und blieb ihrer Lebensmaxime treu. Einer Generation angehörend, die viel durchmachen musste, lautet die Devise noch heute: „Immer den Kopf oben behalten!“
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