MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz Florschütz

Sport hält fit

Heinz Florschütz

Lehrer
99887 Gräfenhain

In Erfurt wurde Heinz Florschütz 1939 geboren. Hier besuchte er ab 1945 die Schule, die er mit der 8. Klasse abschloss. Noch waren seine sportlichen Ambitionen bescheiden, auch als er während der dreijährigen Lehre als Werkzeugmacher beim Funkwerk Erfurt Fußball spielte. Dies änderte sich, als er für die pädagogische Ausbildung geworben wurde. Zwei Jahre dauerte der Vorkurs, drei Jahre dann das Studium am Pädagogischen Institut seiner Heimatstadt. 1961 schloss er mit dem Staatsexamen ab, war nun Lehrer für Deutsch, Kunst und Sport, hatte bei Letzterem inzwischen neue Meriten erworben. Er engagierte sich in der Leichtathletik, wurde sogar Bezirksmeister im Mittelstreckenlauf vor DDR-Nationalmannschaftskadern, machte jedoch zunehmend das Volleyballspiel zu seiner Angelegenheit. In der BSG „Einheit-Mitte“ agierte er in der DDR-Volleyballoberliga. Seine erste Lehrerstelle trat er im brandenburgischen Walsleben bei Neuruppin an. Die Familiengründung (Heirat 1962) ermöglichte nach den beiden Pflichtjahren die Rückkehr nach Erfurt. Er unterrichtete im nahen Walschleben, später ein Jahr in Neudietendorf. Der Volleyballsport schuf die Verbindung zum Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB), der ihn als Lehrer für Sport und Technik an seine Zentralschule in Bad Blankenburg verpflichtete. Als man ihn kurz vor seinem 35. Geburtstag, sozusagen im letzten Moment, noch für ein halbes Jahr zum Reservistendienst bei der Armee schickte, war in Bad Blankenburg Schluss. Heinz Florschütz kehrte nach Erfurt zurück, wurde Volleyballtrainer für den Bezirk Erfurt. Die Berufsschulen des VEB Schuhfabrik „Paul Schäfer“ und des Bau- und Montagekombinates (BMK) sicherten sich jeweils für ein paar Jahre die geschätzte Lehrkraft. Mit dem Ende der DDR-Strukturen blieb er im Bereich, wurde nun bis zum Übergang in den Ruhestand 1997 Lehrer für Deutsch, Kunstgeschichte (speziell Architekturgeschichte für angehende Baufachleute) und Sport an der Staatlichen Berufsbildenden Schule 7. Volleyball spielt der vom Thüringer Landtag und vom Landessportbund mit Medaillen Ausgezeichnete immer noch, nun im SV Gloriosa e. V. Erfurt, fährt dazu von seinem vor zwanzig Jahren ausgebauten Domizil in Gräfenhain in die Landeshauptstadt, trifft sich dort mit den alten Sportfreunden, mit der er die Mannschaft 1979 ins Leben rief. Seit vielen Jahren engagiert er sich auch im Freundeskreis Thielemann-Orgel der Dreifaltigkeitskirche Gräfenhain als stellvertretender Vorsitzender und bewirtet die gastierenden Musiker. Mit seiner Frau Annerose-Barbara (aus Schwerin stammend und Lehrerin für Deutsch und Russisch) hat er die Goldene Hochzeit längst feiern können. Stolz ist er auf die Söhne Kai und Axel, beide Ärzte, 1963 bzw. 1964 geboren. Drei Enkel gehören zur Familie, das erste Urenkelkind wurde mit Freude begrüßt. Die enge, vertrauensvolle Verbindung mit der gesamten Familie ist für sein Leben das wichtigste Anliegen.
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