MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edeltraud Frank

Lokalpatriotin sieht immer nach vorn

Edeltraud Frank

Grundschullehrerin
Burgstr. 4
99330 Gräfenroda
Fon: 036205 / 90403

Durchhalten und immer nach vorn sehen! So lautet das Lebensmotto von Edeltraud Frank aus dem thüringischen Gräfenroda. Die ausgebildete Unterstufenlehrerin, geboren 1946, ist seit 1966 verheiratet mit ihrem Mann Dietrich. Das Ehepaar hat zwei Kinder und zwei Enkel. Tochter Manuela (Diplomingenieur-Pädagogin in Erfurt) erblickte 1968 das Licht der Welt und Sohn Ronny (Dipl.-Ing. für Maschinenbau in Gräfenroda) wurde 1971 geboren. Ihrem Klassenlehrer hatte es Edeltraud zu verdanken, dass sie sich für den Lehrerberuf entschied. Ihrem Vater wäre es lieber gewesen, wenn die Tochter - wie er selbst als Hauptbuchhalter - im Büro eine Anstellung gehabt hätte. Doch das wäre niemals etwas für die beherzte Frau mit dem ansteckenden Lachen gewesen. Edeltraud Frank lernte zwar Schreibmaschine und Steno, wie es ihr gestrenger und akkurater Vater bestimmt hatte, ließ sich aber von ihrem Berufswunsch, Lehrerin werden zu wollen, nicht abbringen. Sie absolvierte am Institut für Lehrerbildung (IfL) in Weimar eine dreijährige Ausbildung und begann danach ihren Dienst an einer kleinen Dorfschule als Unterstufenlehrerin. Dass danach 37 von ihren 41 Schuldienstjahren in Gräfenroda folgen sollten, wer hätte das damals gedacht? Aus der Unterstufenlehrerin, stets mit Klassenleiterfunktion, wurde nach der Wende eine Grundschullehrerin. Edeltraud Frank kannte sie alle, die Schüler, deren Eltern und Großeltern. Es gab immer ein gutes Miteinander – bis heute über Generationen hinweg. Zwei Bürgermeister, einer aus Gräfenroda und der andere aus Frankenhain, gehörten zu Edeltraud Franks Schülern. Mit 60 Jahren ging die langjährige und beliebte Pädagogin 2006 in den Ruhestand. Sie fühlt sich aber aus Liebe zum Beruf und zu den Kindern noch immer verbunden mit der Schule. Sie kümmert sich um die Schulchronik und rettete übrigens viele Dokumente, darunter Klassenbücher, die im Sondermüll gelandet waren. Auch im Motorsportclub des ADMV, später ADAC, engagiert sich Edeltraud Frank – zusammen mit ihrem Mann. Sie klöppelt zudem gern in ihrer Freizeit und bezeichnet das als Ausgleich, wobei sie gut abschalten könne. In einer Gruppe trifft sie sich regelmäßig mit anderen Frauen, um dieser traditionsreichen Handwerkstechnik nachzugehen, die sie schon in jungen Jahren zu lernen begann. Edeltraud Frank ist stolz auf ihre Lebensleistung und ihre Familie. Sie will noch lange gesund bleiben, um alles genießen zu können, was sie sich vorgenommen hat. Gern hätte sie gemalt, aber dafür fehlte immer die Zeit und das Talent.
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