MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Veronika und Friedemann Frank

„Vogtland bleibt Vogtland“

Veronika und Friedemann Frank

Hauptstr. 78
08209 Auerbach  OT Rebesgrün
Fon: 03744 / 212906

Wenn man eine intakte Familie hat und mit seinem Leben zufrieden ist, bedeutet das Glück. Veronika Frank ist davon fest überzeugt und stolz auf ihre Familie und das Geschaffene. Die Ärztin für Humanmedizin aus dem Auerbacher Ortsteil Rebesgrün im Vogtland ist seit 1973 verheiratet mit Friedemann Frank (Diplom-Bauingenieur), den sie seit seiner Krankheit (Multiple Sklerose, 2011)) mit der Pflegestufe III liebevoll pflegt. Das Ehepaar hat zwei Töchter (Claudia, geboren 1975, Bankangestellte in Auerbach; Franziska, geboren 1978, Altenpflegerin in Zwickau) und zwei Enkelkinder. 1951 in Rebesgrün zur Welt gekommen, ist Veronika Frank, geborene Seidel, mit einem jüngeren Bruder aufgewachsen. Die Eltern Margot und Heinz arbeiteten in der Textilindustrie und waren der Tochter stets ein Vorbild. Ursprünglich wollte Veronika Zahnärztin werden, sie ging zwölf Jahre zur Schule (1958–1970), machte in Auerbach Abitur und eine Berufsausbildung zur Krankenschwester. Veronika studierte von 1971–1976 Humanmedizin in Halle und kehrte mit einem Diplom danach ins Vogtland zurück. Am Sächsischen Krankenhaus Rodewisch arbeitete sie insgesamt 35 Jahre lang als Ärztin, erlangte 1982 ihren Facharzt für Psychiatrie und Neurologie in Berlin und war nach Jahren in der Gerontopsychiatrie ab 1988–2011 Leiterin der Suchtaufnahmestation. Im September 2011 hängte Veronika Frank den Arztkittel an den Nagel, um ihren schwerkranken Ehemann zu Hause zu pflegen. Gern spielt sie immer noch Akkordeon. Ihr gleichaltriger Mann wurde in Falkenstein im Vogtland geboren und wuchs mit drei Geschwistern auf. Die Mutter war Krankenschwester, der Vater Bankkaufmann. Wie schon seine Frau Veronika machte Friedemann Frank nach seiner Schulzeit (1958–1970) Abitur und eine Berufsausbildung zum Maurer. An der Leipziger Hochschule für Bauwesen studierte er nach seiner Armeezeit (18 Monate) von 1972–1976 und schloss mit einem Diplom ab. Friedemann Frank arbeitete von 1976–1990 als Diplom-Bauingenieur im VEB STR Rodewisch, wechselte nach der Wende für zwei Jahre ins Landratsamt nach Auerbach und arbeitete dort als Kreisdirektor. 1992 kehrte er in seinen vorherigen Betrieb zurück, der nun VSTR Rodewisch hieß. Wegen seiner Berufsunfähigkeit (MS) wurde er 2000 Frührentner. Gitarre spielen kann er zwar nicht mehr, aber der Blasmusikfan Friedemann Frank besucht mit seiner Frau Veronika gern Konzerte, Kabarett-Gastspiele, unter anderem mit Bernd-Lutz Lange, und andere kulturelle Veranstaltungen. Beide Vogtländer sind religiös und haben oft Besuch, pflegen Kontakte. „Vogtland bleibt Vogtland“, sagen sie. Der sonntägliche Kirchgang in Neustadt / Vogtland und die Verbindung zur christlichen Gemeinde sind Tradition. Friedemann Frank wünscht sich, mobiler zu sein, was aber aufgrund seiner Krankheit nicht möglich ist. Dennoch findet er Freude am Leben, die er mit seiner unternehmungslustigen Frau teilt.
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