MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ursula Frahm
Zwei Frauen mit enormen Talenten
Künstlerin und kunsttherapeutische wie pädagogische Mitarbeiterin
Dipl.-Bildhauerin, freischaffende Künstlerin
Ludwig-Richter-Allee 13
01445 Radebeul
Fon: 0351 / 2687801
Ursula und Sylvia Frahm gehören einer Familie an, die den Reichtum von Kunst und Kultur nicht nur in ihren Werken verdeutlichen, sondern die Vollkommenheit künstlerischer Möglichkeiten lieben und leben.
Ursula Frahm wurde am 14.10.1944 in Breslau geboren. Vater spielte Geige, Mutter war Musikerin. Während dramatischer Flucht setzte sich ihre Mutter im Flüchtlingslager ans Klavier und tief bewegt flossen allen die Tränen. Sie selbst erhielt ab der vierten Klasse Klavier-, Mandolinen- wie Gitarrenunterricht.
Nach der zehnten Klasse widmete sie sich einer zweijährigen kaufmännischen Ausbildung an der Berufsschule Freital mit Facharbeiterbrief beim Rat des Kreises Dippoldiswalde. Sie gehörte dem Mal- und Zeichenzirkel Glashütte an, besuchte ab 1964 die Fachschule in Meißen und erhielt ihr Staatsexamen als staatlich geprüfte Klubhausleiterin. 1971 heiratete sie. Tätig am Kreiskulturhaus Dippoldiswalde, widmete sie sich ab 1976 in Radebeul einer Fachausbildung für künstlerische Textilgestaltung, Keramik, Puppenbau und Puppenspiel und arbeitete als Leiterin von Arbeitsgemeinschaften an fünf Oberschulen sowie zwei Kulturhäusern in freischaffender Tätigkeit.
Sie erhielt Kunstpreise bei privaten Ausstellungen sowie mit Kindern und Jugendlichen, war 1991–1992 künstlerische Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung Radebeul und fungiert seit 1993 als kunsttherapeutische und pädagogische Mitarbeiterin beim Kinderarche Sachsen e. V. Als Naturtalent malt sie natürlich noch immer und gestaltet mit großem Anklang diverse private Ausstellungen.
Tochter Sylvia, am 15.03.1973 in Radebeul geboren, wuchs sportlich, politisch und künstlerisch interessiert auf. Sie beobachtete ihre Mutter an der Staffelei und tat es ihr frühzeitig gleich. Neben dem Schulbesuch erlernte sie das Geigen- und Cellospiel und gehörte dem Keramik- sowie dem Mal- und Zeichenzirkel an. Darüber hinaus nutzte sie Abendkurse an der Kunstakademie Dresden.
Das 13. Schuljahr führte sie im Rahmen eines Schüleraustausches nach Norwegen und sie begab sich für ca. ein Jahr an die Kunstschule auf den Lofoten. Die enormen finanziellen Mittel für eine Aufenthaltsgenehmigung konnte sie nicht aufbringen, studierte von 1993–2000 an der Kunstakademie Dresden Bildhauerei, erhielt ihr Diplom und verbrachte ein weiteres Jahr als Meisterschülerin bei der bekannten Bildhauerin – Frau Professor Ursula Sax.
Bei derart vielen Talenten war es schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Sylvia Frahm wurde glücklich in der Bildhauerei. Ob Kreationen aus Gips oder Stein – sie überzeugt. Lebensgroße Stofffiguren erzählen die Schöpfungsgeschichte. Und wie die Mama malt auch die Tochter und erschafft einzigartige Ölbilder – geboren aus überschwänglicher Freude an Farben und Formen.