MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela Foley

Einmal Amerika und zurück

Gisela Foley

Vereinsgaststätte „Morgensonne“
Am Preißelpöhl 2a
08525 Plauen
Fon: 03741/ 52835

Im sächsischen Vogtland liegt die Heimat von Gisela Foley, 1954 in Schöneck geboren, aufgewachsen im Ortsteil Zwotental. Nach dem Abschluss der 10. Klasse an einer Polytechnischen Oberschule entschied sie sich für eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Datenverarbeitung in der Vogtländischen Kunstlederfabrik, für die Lehrzeit delegiert zur Firma „Plauener Gardine“. In der Kunstlederfabrik blieb sie bis zur Heirat und der Geburt des ersten Sohnes. Danach setzte sie ihre Tätigkeit im Baugewerbe, vor allem beim VEB Holzbau fort, der sie zum Fernstudium (1977/82) Betriebswirtschaft und Holztechnik an die Fachschule delegierte. Anschließend war sie als Planungsleiterin tätig. Die vielfältigen Einblicke in ökonomische Fragen ließen sie an der wirtschaftlichen Solidität der DDR zweifeln. Sie stellte einen Ausreiseantrag in die Bundesrepublik, der erst durch die gesellschaftlichen Veränderungen im November 1989 bestätigt wurde. In Bayern war ihre Qualifikation wenig gefragt. Sie führte selbständig zwei Jahre einen Dorfladen, lernte sich zu behaupten, arbeitete als Hauswirtschafterin für das Deutsche Rote Kreuz. In Bad Kissingen lernte sie ihren zweiten Mann Larry kennen, ehemaliger Soldat der US-Armee. 1998 ging sie mit ihrem Mann nach Amerika, baute sich in Charlotte (zweitwichtigster US-amerikanischer Finanzplatz im Bundesstaat North Carolina) im Reinigungsgewerbe (Endreinigung von neuen Einfamilienhäusern) bald eine eigene Existenz auf. Sie beschäftigte bis zu vier Mitarbeiter und schätzte das gute Einkommen in Dollars, doch das Platzen der Finanzblase und das damit verbundene Ende des Baubooms 2008 waren das Ende auch ihrer Unternehmung. Sie fand neue Aufgaben im Catering für deutsche Schulen mit deutschen Rezepten und deutscher Backtradition von Brot und Brezeln. Irgendwann zog wieder die Heimat, ihr Mann war einverstanden. Seit Dezember 2012 leben sie nun in Plauen, den Familien ihrer beiden Söhne (dazu zwei Enkel) nah. Mit der Übernahme der Vereinsgaststätte in der Kleingartensparte „Morgensonne“ im April 2014 fand Gisela Foley noch einmal echte Herausforderung. Stammkunden an regelmäßigen Stammtischen sorgen für Betrieb, Geburtstags-, Hochzeitsfeiern und Schulanfänge für Hochbetrieb. Doch noch immer findet sie Zeit für Handarbeiten, widmet sich wieder besonders gern dem im Vogtland traditionell beheimateten Klöppeln.
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