MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Renate und Friedhold Forner

Wenn sich zwei Leben ähneln…

Renate und Friedhold Forner

Landwirte
08541 Plauen

Dass es sich Renate und Friedhold Forner in ihrem Zuhause im vogtländischen Plauen gemütlich gemacht haben, hat einen Grund. Die Eheleute wollen auf ihr bisheriges Lebens zurückblicken. Und das braucht eben Zeit. Renate Forner, 1936 im benachbarten Großfriesen geboren, wuchs mit Ackerbau und Viehzucht auf. Nicht verwunderlich, dass sie nach Beendigung der 8. Klasse, eine Zehnklassenschule gab es damals noch nicht, im väterlichen Betrieb anfing. Nötiges Fachwissen eignete sie sich in einer Landwirtschaftsschule an. „Als ich sechs Jahre alt war, starb meine Mutter. Deshalb lebte ich bei einer Tante. Mein Vater heiratete wieder. Mit der neuen Frau verstand ich mich aber nicht, so dass ich woanders Stepperin lernte und danach in Plauen arbeitete“, verrät Renate Forner. Nach der Hochzeit mit Friedhold Forner 1957 änderte sich vieles. Die Ehefrau zog zum Hof des Mannes. 1963 erblickte Tochter Ramona das Licht der Welt. Die junge Mutter blieb vorerst zu Hause. Später traten die Forners in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ein. Von nun an bestellte man die Felder gemeinschaftlich. Nur das Vieh blieb ihr Eigentum. Es ging 1970 auch noch an den Staat über. „Weil ich in der LPG die schwere Arbeit nicht mehr verrichten konnte, fing ich 1980 in einem Kartoffelschälbetrieb an“, fügt Renate Forner hinzu. Friedhold Forner, Jahrgang 1933, wuchs auf dem Bauerngut in Großfriesen auf, das seine Urgroßeltern um 1860 gegründet hatten. Nachdem er sich drei Jahre lang an einer Schule für Landwirtschaft in Plauen theoretisches Rüstzeug für die Arbeit im bäuerlichen Betrieb geholt hatte, kehrte er zurück zum Hof der Eltern. „Seit Anfang der 60er Jahre fuhr ich oft mit dem Traktor und dem Lastkraftwagen W50 durch die Gegend, transportierte die verschiedensten Sachen. Mit der Zeit merkte ich, dass ich mich mehr für die Fahrzeugtechnik interessierte als für die Landwirtschaft. Immerhin saß ich dann 24 Jahre hinterm Lenkrad“, sagt Friedhold Forner stolz. Nach der Wende wollten beide Landwirte ihr Anwesen nicht wieder haben. Viel lieber erkundeten sie, mittlerweile Großeltern von Patrick geworden, die Welt mit dem Auto. Seitdem Friedhold Forner an einer Krankheit leidet verreisen die Eheleute kaum noch. Die Frau kümmert sich vor allem um Haus und Garten, um die Hühner und Hasen. Dass alles so bleibt, ist der größte Wunsch der Familie Forner.
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