MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Hendrik Flügel
Der Tod gehört zum Leben
Bestattungen Jacobsplatz 33 04808 Wurzen Fon: 03425 / 90000 Fax: 03425 / 900012
Als Hendrik Flügel 1954 geboren wurde, hätte niemand erahnt, welchen Beruf er einst ausüben würde. In der Familie arbeitete niemand in dem Metier und auch er wollte eigentlich nach der Schule etwas völlig anderes lernen: Möbeltischler. Nachdem eine solche Lehrstelle nicht zu bekommen war, war es ihm eigentlich so ziemlich egal, was er lernte, nur eben einen Abschluss wollte er haben. Den bekam er, nach seiner Ausbildung zum Handformer in der Gießerei. Als Unteroffizier bei der NVA (Nationalen Volksarmee) wurde er als technischer Ausbilder eingesetzt und nach der Dienstzeit zurück im Betrieb trug man an ihn heran eine Meisterschule zu besuchen. Allerdings war von vornherein klar, theoretisch hätte er damit zwar einen zusätzlichen Abschluss, aber praktisch würde es für ihn keine entsprechende Einsatzmöglichkeit geben. Einer solchen Schizophränie wollte er sich nicht anschließen, verließ den Betrieb und wurde Zivilbeschäftigter bei der NVA, mit dem Auftrag Reservisten zu betreuen. Hier bot sich ihm nun doch noch die Möglichkeit einer Weiterentwicklung. Er absolvierte ein Fernstudium, schloss dieses als Staatswissenschaftler ab. Auf Grund eines Ausreiseantrages seines Bruders befand man ihn zwischenzeitlich jedoch nicht mehr tragbar für eine Arbeit im Staatsorgan und so wechselte er in ein Drahtseilwerk, zeichnete hier für den gesamten Einkauf des Betriebes verantwortlich. Mit der politischen Wende in der DDR und der bevorstehenden Auflösung seines Betriebes stellte sich für ihn die Frage, welche Richtung sollte sein künftiges Arbeitsleben nehmen. Zusammen mit einem Bekannten kam die Idee den bis dahin unzureichenden, unwürdigen Umgang mit dem Sterben, dem Begleiten auf diesem Weg, für eine berufliche Neuorientierung zu nutzen – ein Bestattungsunternehmen aufzubauen. Zunächst holte er sich Kenntnisse in einem Unternehmen der alten Bundesländer ein, dann beschäftigte er sich mit dem Aufbau des eigenen Unternehmens. Das war insofern nicht einfach, da künftige Strukturen in den neuen Bundesländern noch unklar waren, nicht gleich alle erforderlichen Ausrüstungsgegenstände leicht zu beschaffen, selbst Gewerbeflächen ausgesprochen rar waren. Er meisterte es gut, eröffnete 1990 als 1-Mann-Unternehmen, mit fünf Außendienstlern. Von den anfänglichen Erfolgen angespornt, gründete er 1996 das "ANTEA-Bestattungsunternehmen" für Wurzen mit und lie´sein Einzelunternehmen darin intergireren. nach Beendigung des 5-Jahresvertrages stellte er sich jedoch lieber wieder auf die eigenen Füße, nutzte die mögliche Rückabwicklung und arbeitet seither wieder als „Bestattungen Hendrik Flügel“. Sein Haus bietet den Hinterbliebenen Hilfe bei sämtlichen Formalitäten. Von den einzelnen Bestattungsmöglichkeiten, über Beratung zur Vorsorge für den Ereignisfall, Hilfe bei der Anforderung von Sterbegeldern und Versicherungen. Es ist eine Arbeit mit der Notwendigkeit flexibler Arbeitszeiten und eine Aufgabe menschlicher Begegnung – denn der Tod gehört zum Leben.