MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rudolf Badstübner
Viel Arbeit, viel Glück
Anlagen- und Geräteschlosser
Von-Falkenstein-Str. 32
04654 Frohburg
Fon: 034348 / 52645
Achtzig Jahre eines erfüllten Lebens liegen hinter Rudolf Badstübner, denen, wenn die Gesundheit mitspielt, noch viele folgen sollen. 1938 wurde er in Lobstädt (im Südleipziger Braunkohlerevier) geboren. Seine Eltern arbeiteten jedoch in einer Spinnerei. Er wuchs mit einer älteren Schwester auf. Ein kleines Stück Land, das der Familie gehörte, sorgte in knappen Zeiten (Krieg, Nachkrieg) für Ergänzung zum Brot. Die Brikettfabrik verrußte die Wäsche (durch den späteren Umzug nach Neukieritzsch wurde das Problem etwas gemildert). Die Kinder spielten in Lehmgrube und Tagebau und lebten noch in Zeiten, als in dem Flüsschen Pleiße gebadet werden konnte. Von 1944 bis 1952 besuchte der junge Rudolf die Schule. Zwei Möglichkeiten bestanden zu jener Zeit in der Gegend: Entweder Landwirtschaft oder Bergbau. Das Technische lag ihm mehr. So ließ er sich in zweieinhalb Jahren in der Lehrwerkstatt Großzössen des Braunkohlenkombinates (BKK) Borna zum Schlosser für Anlagen und Geräte ausbilden. Nach dem Abschluss mit Gesellenbrief arbeitete er weiter in Großzössen bei der Reparatur von Baggern, Bandanlagen, Transportgeräten, feierte hier auch sein 25-jähriges Jubiläum. In Lehrgängen konnte er sich weiterbilden. Doch bald ging es für einige Jahre in die Zentrale Werkstatt des BKK in Regis-Breitingen, wo im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet wurde. Als Rudolf Badstübner wieder nach Großzössen zurückging, widmete er sich vor allem den Dampflokomotiven. Der Reparaturbetrieb brauchte ihn auch nach 1990, denn die Braunkohleförderung ging nach dem Ende der DDR weiter, so dass er über einen kontinuierlichen beruflichen Werdegang bis zum Renteneintritt berichten kann. In seiner Jugend war Rudolf Badstübner im Handball (damals vor allem Feldhandball) aktiv, spielte im Sportverein Regis-Breitingen bis in die Bezirksliga. Seinem Sektionsleiter Kurt Wadewitz verdankt er sehr viel für Sport und Leben. Heute interessiert er sich mehr für Fußball, als Zuschauer auf dem Sportplatz oder im TV. Seit 1958 wohnt die Familie (heute drei Generationen unter einem Dach) in dem Haus, das von den Schwiegereltern stammt. Seine Frau Erika (2011 verstorben, als Fachverkäuferin tätig) hatte er einst beim Tanz in Borna kennengelernt, 1959 wurde geheiratet. Die goldene Hochzeit konnte noch gefeiert werden. Die Söhne Bernd (Jahrgang 1959) und Jörg (Jahrgang 1968) bereicherten das Leben des Ehepaars ebenso wie die vier Enkelkinder. Seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren gehört die wöchentliche Skatrunde zum Leben von Rudolf Badstübner, auch wenn der Kreis der Aktiven mit der Zeit geschrumpft ist.