MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Eberhard Aßmus

Mit Engagement die Heimatregion geprägt

Eberhard Aßmus

Postangestellter
Schiedsrichter im Wurfscheibenschießen bei der WM 1986
Dr. Friedrich-Str. 6

04769 Mügeln

Eberhard Aßmus wohnt noch heute in dem Haus, in dem er 1942 zur Welt gekommen ist. Die materiellen Einschränkungen in der Kindheit stören ihn nicht, er hält sich viel mit Freunden im Freien auf und fühlt sich dabei sehr wohl. Den Wunsch eine Lehre als Kfz-Mechaniker zu beginnen, kann er nicht realisieren, stattdessen wird er Maurer bei der Bau-Union. Während der Ausbildung ist er auf der Lehrbaustelle der Hochschule für Körperkultur in Leipzig eingesetzt. Gleichzeitig wird Eberhard Aßmus Mitglied der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) und nimmt an Schießwettbewerben teil. Die DDR baut in dieser Zeit das modernste Steinzeugwerk Europas, der junge Maurergeselle ist nach dem Abschluss seiner Lehre daran beteiligt, anschließend verpflichtet er sich 1960 freiwillig, drei Jahre bei der Nationalen Volksarmee (NVA) zu dienen. Nach dem Ende des Wehrdienstes arbeitet Eberhard Aßmus als Kraftfahrer in Mügeln und nach einem Jahr bei der Post, zunächst im Innendienst und später als Zusteller im Kreis Oschatz. Später wird er für den Postverkehr nach Leipzig eingesetzt. Auch in dieser Zeit bleibt der Schießsport seine große Liebe, an der Weltmeisterschaft 1986 im Wurfscheibenschießen in der DDR nimmt er als Schiedsrichter teil. Im Oktober 1994 kommt auch für Eberhard Aßmus das berufliche Aus. Er arbeitet schließlich als Gruppenleiter in einer Holzwerkstatt, wo er für sieben Mitarbeiter einer REHA-Gruppe verantwortlich ist, die Blumenkästen baut. Vom Ehrenamt kann Eberhard Aßmus nicht lassen, er baut einen Schützenverein auf, wird dessen erster Präsident und gründet 1992 die Ortsverkehrswacht in Mügeln. Die heutige Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr ärgert ihn sehr Eberhard Aßmus ist auch familiär ein glücklicher Mensch, zwar wird seine am Silvestertag 1964 geschlossene Ehe nach 24 Jahren geschieden, doch er kann sehr stolz auf seine Söhne Sven und Gunnar sein. Der Große ist Berufskraftfahrer in Osnabrück und hat zwei Töchter, der jüngere Bruder arbeitet bei der Telekom und hat drei Söhne. Insgesamt gehören fünf Enkel zur Familie von Eberhard Aßmus, die er bei Bedarf sehr gern und mit viel Liebe betreut. Der Familienzusammenhalt ist für ihn sehr wichtig. Der rüstige Senior lebt seit acht Jahren mit seiner Lebensgefährtin Bärbel Colditz zusammen, die er einst über eine Annonce kennen gelernt hat. Seit zehn Jahren bewirtschaftet er einen Kleingarten und findet hier oft Entspannung in der Natur. Als harmoniebedürftiger Mensch schätzt Eberhard Aßmus vor allem Toleranz und will noch lange bei guter Gesundheit sein Leben genießen.
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