MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans Bader

„Dein Freund und Helfer“

Hans Bader

Am Teich 10
04808 Thallwitz
Fon: 03425 / 920975

Der Kaufmannssohn Hans Bader wurde 1938 geboren, womit seine jüngste Kindheit in die Zeit des Krieges und die Teilung Deutschlands fiel. Dass er einst in zwei Systemen für Ordnung und Sicherheit sorgen würde, hätte damals niemand geahnt. Vorerst besuchte er acht Jahre lang die Schule, lernte 1952–1955 den Beruf eines Stahlbauschlossers. In den darauf folgenden Jahren war der junge Mann auf Montage mit dem Aufbau und der Montage von Transportanlagen beschäftigt, absolvierte 1963–1965 seinen Armeedienst an der Grenze Berlins. Danach wechselte er den Beruf, fing bei der Deutschen Volkspolizei seine Laufbahn an – beginnend als Schutzpolizist und legte damit die Grundlage für seine weitere Entwicklung, die mit Einsatz- und Lernwillen einher ging. Er besuchte die ABV-Schule in Wolfen, um als Abschnittsbevollmächtigter zum „Freund und Helfer“ der Menschen in einem zugewiesenen Wohngebiet tätig zu sein. Diese begleitende Formulierung für den ABV beruhte auf dem Aufgabenspektrum, das seine polizeilichen Aufgaben beinhaltete, wie: Ansprechpartner für die Bewohner zu sein, Missstände und Strafanzeigen aufzunehmen, sie weiterzuleiten bzw. einer Klärung zuzuführen. Aber auch im Streifendienst selbst aufmerksam Unregelmäßigkeiten und Vergehen schnell zu erfassen und Prävention zu betreiben. Jeder ABV kannte durch seine Arbeit vor Ort schnell „seine Pappenheimer“, konnte so manches mal verhindern, statt zu verfolgen. So durch die Praxis geschult, vertiefte er seine Kenntnisse mit einem vierjährigem Fernstudium an der Polizeischule in Aschersleben, schloss diese als Staatswissenschaftler ab. Indessen im Dienstgrad Hauptmann, wurde er nach der politischen Wende in der DDR in den Polizeidienst des einigen Deutschlands übernommen, 1994 verbeamtet, auch wenn er wie alle anderen Staats- und Verwaltungskräfte der DDR eine Rückstufung in Kauf nehmen musste. Statt Hauptkommissar war er nun nur noch Oberkommissar, blieb aber bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 im Dienst. Als Dienstgruppenführer trug er in Wurzen Verantwortung für 6–7 Nachgeordnete und die Aufgabenstellung änderte sich etwas. Seit 1968 mit der gelernte Verkäuferin Christel verheiratet, war es ihm gut möglich allen Anforderungen gerecht zu werden, denn sie war es, die ihm stets den Rücken freihielt. Sie kümmerte sich um die Erziehung der Kinder Kerstin, Simone und Christiane, die den Baders indessen auch zwei Enkel beschert haben. Das Werkeln in Haus und Hof war der Ausgleich zum Beruf und ist es auch heute wieder, nachdem die beliebte Reisetätigkeit aus Gründen der Gesundheit von Christel Bader eingeschränkt werden musste. Dass er in fortgeschrittenem Alter noch die 10. Klasse an der Volkshochschule nachholte, war sein eigener Anspruch an Entwicklung und zugleich Ausdruck einer seiner wesentlichsten Eigenschaften – der Ausdauer. Diese kombiniert mit Ehrlichkeit, Offenheit und Toleranz haben ihn den Lebensweg so erfolgreich gestalten lassen auf den er heute mit Stolz zurückblick.
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