MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Anneliese Bachnick

Sportliche Juristin

Anneliese Bachnick

Anneliese Bachnick Pensionistin Schönower Straße 114 16341 Panketal OT Zepernick Fon: 030 / 37443232 

In Berlin wurde Anneliese Bachnick 1931 geboren. Wegen der Kriegswirren konnte sie erst 1952 ihr Abitur ablegen. Sie wollte Bühnenbildnerin werden, doch sie hatte sich zu spät beworben. Bei der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität herrschte damals Frauenmangel und so schrieb sie sich dort unmittelbar nach dem Abi-Abschluss als Studentin ein. Als ihr Sohn 1955 geboren wurde, wechselte sie vom Direkt- zum Fernstudium. 1956 erhielt sie ihr erstes Staatsexamen. Damit begann sie zunächst im Akademie-Verlag ein Arbeitsverhältnis als Chefsekretärin. Danach war sie in der Rechtsabteilung des VEB Elektro-Apparate-Werke Treptow für das Vertragsrecht zuständig. Später, als Justiziarin im VEB Elektronikhandel suchte sie sich ihre Mitarbeiter selbst aus und lernte sie entsprechend an. Von diesem Betrieb wurden in der Wirtschaft dringend benötigte elektronische Bauelemente beschafft und an die Betriebe vermittelt, um deren Produktion zu gewährleisten. Später wechselte Anneliese Bachnick in einen Einrichtungsbetrieb, der für Innenprojekte zuständig war. Viele Möbel, zum Beispiel die Bestuhlung im Theater des Palastes der Republik, wurden von diesem Betrieb entworfen und hergestellt. Aber nicht nur das, auch die Gardinen, die Teppiche, die Restaurantausstattungen wurden realisiert. Der Betrieb stattete aber auch Schulen, Kindergärten und Ministerien aus. Nach ihrem Umzug von Berlin nach Zepernick leitete Anneliese Bachnick von 1980 bis Ende 1988 die Abteilung Inneres beim Rat der Gemeinde Zepernick. Krankheitsbedingt wechselte sie bis zur Berentung zum Kabelwerk Schönow. 1984 heiratete Anneliese Bachnick ihren Mann Horst. Ihn pflegte sie ab 1991 bis zu seinem Tod 1999 zu Hause. In dieser Zeit lernte sie den Betreuer von afghanischen Kranken kennen, die im Krankenhaus behandelt wurden. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft zu diesem Volk. Anneliese Bachnick schickte zahlreiche Pakete mit dringend benötigten Sachen sowie Geldspenden an die Familie, um diese zu unterstützen. Als Dank erhielt sie ein orientalisches Gewand, das sie in Ehren hält. Als Jugendliche war Anneliese Bachnick Leistungssportlerin im Geräteturnen. Der Stufenbarren war ihr Lieblingsgerät. Mit Sportrudern trainierte sie später ab. „Noch heute finden bei ihr, in ihrem Garten, Treffen mit ehemaligen Klassenkameraden statt, die sie organisiert. Der Computer, lesen, fotografieren und zeichnen sind ihre Hobbys – und ihre neun Freunde: Der Verein zum Schutz der Schimpansen – und diese leibenswerten Tiere selbst. Anneliese Bachnick hat viele gute Freunde, drei Enkel und vier Urenkel, die sie sehr liebt.
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