MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ralf "Ali" Baer

Ein Reiseweltmeister in Sachen Fußball

Ralf "Ali" Baer

Pädagoge und Organisator von Fußballreisen Motzstraße 61 10777 Berlin-Schöneberg Fon 030 / 8326967

Der Pädagoge und Fußballer Ralf Baer ist das, was man ein Berliner Urgestein nennt. Er repräsentiert die sprichwörtliche „Berliner Schnauze“, die sich mit Herz verbindet. Durch seine vielen Reisen konnte er im Laufe von Jahrzehnten so manchen Vergleich ziehen und Berlin kommt dabei stets sehr gut weg. Nach dem Abitur in der Mitte der fünfziger Jahre studierte Ralf Baer zunächst Pädagogik, Englisch, Französisch und Sport an der Freien Universität in Berlin, aber auch in Kiel, Wien und in Aix-en-province. Anschließend übernahm er das Lotto- und Totogeschäft seiner Eltern, wo er 14 Jahre lang Zeitungen, Tabakwaren und Lottolose verkaufte. Gleichzeitig nebenberuflich, denn bereits im ersten Studienjahr hatte der begeisterte Fußballer begonnen, Reisen für die Fuß-ballmannschaft der Freien Universität zu organisieren. Im All-gemeinen Studentenausschuss (AStA) wählte man ihn bald zum Abteilungsleiter für den Fußballbetrieb der Universität und so konnte er seinem langjährigen Hobby, Fußball und Reisen, ausgiebig frönen. Wenn Ralf Baer heute auf seine Statistik schaut, so kommt er auf Spiele in 94 Ländern auf fünf Kontinenten, wobei er im Laufe der Jahre immer mehr Interessenten gewinnen konnte. Im Jahr 1965 spielte die Mannschaft der FU zum ersten Mal außerhalb Europas und zwar im Libanon, in Syrien, Zypern und in Kuweit. Diese Erfolge sprachen sich natürlich herum und bald galt Ralf Baer als der „Reiseweltmeister“ in der Stadt. Die „Berliner Fußballwoche“ berichtete regelmäßig über die jährlichen beiden Reisen pro Jahr außerhalb Europas und die Kurztrips auf dem Kontinent selbst. Ralf Baer legte großen Wert darauf, stets „exotische Ziele“ auszusuchen, die für den Profifußball noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte waren. Im Jahr 1972 lernte er ein Reisebüro kennen, mit dem er fortan bei der Organisation zusammen arbeitete, zehn Jahre später fand er schließlich eine offizielle Anstellung in diesem Büro. Diese Reisetätigkeit hat Ralf Baer aufgrund seines hohen Al-ters inzwischen aufgegeben. Seit 1988 verbringt er sechs Mo-nate des Jahres im brasilianischen Rio de Janeiro, um dem europäischen Winter zu entgehen. Seitdem lernte er Brasilien als einen Schmelztiegel der unterschiedlichsten Rassen und Kulturen kennen, wo die Menschen stets aufgeschlossen und freundlich, aber auch recht unzuverlässig sind. Und selbstver-ständlich nutzt er bis heute die Gelegenheit, auch die Nachbar-länder und damit den übrigen südamerikanischen Subkontinent kennen zu lernen.
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