MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Klaus und Irene Fischer
Den Mitmenschen verbunden
Volksgutweg 12
04769 Mügeln
Fon: 034362 / 31088
Irene Fischer, geb. Ritter, wurde am 08.06.1943 im schlesischen Wangten geboren. „Wir haben eine sehr liebevolle Erziehung genossen“, erzählt Irene, die im Februar 1945 mit ihrer Mutter und drei von acht Geschwistern nach Sachsen kam. Ihre Kindheit und den Schulbesuch verlebte sie in Sörnewitz und Lampertswalde. Im Anschluss absolvierte Irene eine zweijährige Landwirtschaftslehre im Acker- und Pflanzenbau in Cavertitz. „Im Winter ging es früh um drei in den Stall, im Sommer auf’s Feld“, erinnert sie sich. Nachfolgend arbeitete sie ein Jahr auf dem Volksgut und holte abends in Oschatz den Abschluss der 10. Klasse nach. Von 1960–1963 studierte Irene am IFL Altenburg Unterstufenlehrerin. „Mit 20 hatte ich meinen zweiten Beruf, der für mich zur Berufung wurde“, resümiert sie. 1964 heiratete Irene ihren Mann Klaus Fischer. 1965 und 1967 bekam das Paar zwei Söhne und hat mittlerweile fünf Enkel. „Meine erste Lehranstellung erhielt ich an der POS Schweta/Niedergoseln, wo ich 29 Jahre tätig war und auch in der Mittelstufe unterrichtete. Unser Schulleiter Horst Paul (100) wurde zu meinem Lebensvorbild“, erzählt Irene, die dann von 1992–2004 an der Neusornziger Grundschule arbeitete. Klaus Fischer kam am 17.12.1936 in Lampertswalde Kreis Oschatz zur Welt und wuchs mit zwei älteren Geschwistern auf. Seine Eltern waren Landwirte und besaßen einen 16 Hektar großen Betrieb, so dass Klaus früh mit der Natur in Berührung kam und wie sein Urgroßvater Förster werden wollte. Nach acht Jahren Schulzeit absolvierte er von 1951–1953 eine Lehre zum Forstfacharbeiter in der Dahlener Heide. 1954 ging Klaus Fischer auf die ABF Leipzig und legte 1957 das Abitur ab. Nachfolgend studierte er zwei Jahre an der Fachschule für Landwirtschaft in Wurzen, schloss als Staatlich geprüfter Landwirt ab und bewarb sich als Betriebsleiterassistent auf dem Volksgut Mügeln. 1960 begann er ein fünfjähriges Fernstudium zum Diplomlandwirt an der Karl-Marx-Universität Leipzig und machte über einen Lehrgang in Schwerin den Abschluss zum Ingenieurpädagogen, der ihn zum Lehrausbilder befähigte. Diese Tätigkeit übte Klaus Fischer bis 1990 aus. Im Zuge wendebedingter Veränderungen wurde der passionierte Jäger arbeitslos, übernahm eine ABM-Stelle bei der Lebenshilfe in Wermsdorf und wurde später fest angestellt. „Ich bewirtschaftete fortan mit begeisterungsfähigen Behinderten einen Hektar Land in Lonnewitz und wurde bis zur Rente Leiter dieser Arbeitsgruppe mit Sitz in Oschatz“, berichtet Klaus Fischer, dem 2012 der Nordsächsische Heimatpreis für Natur überreicht wurde, da er mit Schülern der Goethe-Schule Mügeln über 2000 Bäume gepflanzt hatte. Irene Fischer engagiert sich bis heute in der Freiwilligen Feuerwehr und wünscht sich und ihrem Mann für die Zukunft Gesundheit und noch schöne gemeinsame Jahre im Kreis ihrer großen Familie.