MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Petra und Siegbert Fischer

Vom Elektriker zum Reha-Techniker

Petra und Siegbert Fischer

Porzellanmalerin
Elektroinstallateur, Reha-Techniker
98716 Geschwenda

Dort, wo er 1951 zur Welt kam, wohnt er heute noch mit seiner Frau Petra (gelernte Porzellanmalerin). Siegbert Fischer aus Geschwenda, verheiratet seit 1970, ist im Haus seiner Großeltern und Eltern zu Hause. Der Thüringer hat zwei Kinder (Sohn Michael, geboren 1975; Tochter Christina, geboren 1979) und zwei Enkel. Schon in früher Jugend wollte Siegbert Fischer Elektriker werden. Nach dem Abschluss der 10. Klasse an der Polytechnischen Oberschule seines Heimatortes Geschwenda (1967) bot sich eine Lehre zum Elektroinstallateur in Geschwenda an. Denn dort befand sich eine PGH, bei der Siegbert Fischer zweieinhalb Jahre seine Ausbildung absolvieren konnte. Aufgrund einer Herzerkrankung wurde er für die Nationale Volksarmee (er hatte schon den Einberufungsbefehl und sollte für 18 Monate an die Grenze nach Meiningen, wogegen seine Ärztin interveniert hatte) ausgemustert. Siegbert Fischer arbeitete bis kurz nach der Wende als Elektroinstallateur in der PGH, die in eine GmbH umgewandelt wurde. Dann wurde er als einer der ersten Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit geschickt, denn die Aufträge blieben aus. In Ilmenau konnte er bei einer Elektrofirma anfangen und wurde nach drei Jahren etwa (nach einem Krankenhausaufenthalt) wieder entlassen. So blieb dem Thüringer ein erneuter Gang zum Arbeitsamt nicht erspart. Es folgten Forstarbeiten über den zweiten Arbeitsmarkt (ein Jahr ABM). Dann war Siegbert Fischer abermals ohne Job. Durch einen Bekannten fand er Kontakt zu einer Metallschleiferei, wo er über eine Fördermaßnahme des Arbeitsamtes unter anderem Entkernungsarbeiten durchführte. Diese Anstellung war mit viel Schmutz verbunden, so dass Siegbert Fischer gegen Ende der 1990er Jahre das Handtuch warf. Wieder fragte er beim Arbeitsamt nach. Der Zufall „in Gestalt seines Nachbarn“ wollte es so, dass Siegbert Fischer bei einer Reha-Service-Firma in Liebenstein einen beruflichen Neustart landen konnte, der von Erfolg gekrönt war. Dort galt es Rollstühle zu reparieren und Aufträge der Krankenkassen zu realisieren. Diese Arbeit, vor allem in der Werkstatt, machte ihm großen Spaß. Von 2001-2014 lief es gut für Siegbert Fischer, wie er rückblickend einschätzt. Heute ist der Rentner stolz auf das Geschaffene, wozu auch die Erhaltung seines Elternhauses gehört. Mit seiner Frau möchte er in Gesundheit und Harmonie noch schöne gemeinsame Jahre verbringen. „Er kann aus allem was machen“, sagt Ehefrau Petra über ihren Heimwerker. Siegbert Fischer liebt seinen Garten und Briefmarken, ist sehr naturverbunden und wandert gern. Sein größter Wunsch ist es, mit seiner Frau eine größere Reise zu machen. Bisher war das nicht möglich, weil die Fürsorge der pflegebedürftigen und mit im Ort lebenden Mutter von Siegbert Fischer im Vordergrund steht. Der große Garten erfordert zudem Zeit.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz