MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rudolf und Evamarie Fischer

Gemeinsam im Leben „Pferde stehlen“

Rudolf und Evamarie Fischer

Schmied
Papierverarbeiterin

Neue Seelingstädter Str. 4
04668 Grimma OT Beiersdorf

Rudolf und Evamarie Fischer lernen sich 1972 während einer Tanzveranstaltung bei einem Glas Wasser kennen und heiraten zwei Jahre später. Im Jahr 1976 kommt der Sohn Mathias zur Welt, er ist gelernter Dreher und hat zwei Kinder. Zurzeit verdient er seinen Lebensunterhalt als Leiharbeiter. Im Jahr 1978 folgt der Sohn Frank. Dieser erlernt den Beruf eines Maurers, nach einem Verkehrsunfall schult er um, wird Bauzeichner und arbeitet jetzt als Bäckergeselle. Rudolf und Evamarie Fischer schätzen ehrliche Menschen, er ist ein treuer Ehemann, der seine Frau stets verwöhnt, sie ist eine liebe und ehrliche Ehefrau. Die Fischers sind stolz auf das, was sie sich in ihrem Leben in harter Arbeit geschaffen haben. Rudolf Fischer wird am 26. September 1948 in Grimma geboren. Die Eltern sind private Einzelbauern, zur Familie gehören fünf Kinder. Der älteste Sohn muss früh in der Wirtschaft mithelfen, die Oma kümmert sich um die Kinder und führt den Haushalt, so dass zu Beginn des Tages immer für ein gutes Frühstück gesorgt ist, während die Eltern bereits auf dem Feld arbeiten. Schon mit fünf Jahren fährt Rudolf Fischer bei der Ernte den Traktor. Nach dem Abschluss der achten Klasse absolviert er ab 1963 eine dreijährige Lehre in der örtlichen Dorfschmiede in Ammelsheim. Schon früh um sieben Uhr entzündet er hier das Feuer und denkt gern an eine Zeit zurück, in der er sehr viel Nützliches und Vielseitiges lernen durfte. Von 1966–2010 arbeitet Rudolf Fischer im Trockenwerk Hohnstädt als Traktorist. Bis heute erinnert er sich an den guten Geruch getrockneten Getreides und an das gute Betriebsklima. Evamarie Fischer kommt am 9. Januar 1951 als Frühchen zur Welt. Die Mutter meint später zu ihr: „Du bist in einem Ofen groß geworden“. In der Familie wachsen sechs Kinder auf, jedes von ihnen hat im Haushalt und in der Wirtschaft seine Aufgabe. Die Mutter führt den Haushalt, der Vater ist beim Großhandelstransport – GHG – tätig. Nach dem Abschluss der achten Klasse erlernt Evamarie Fischer den Beruf einer Papierverarbeiterin, ist später im Porzellanwerk in Colditz und dann im GHG tätig. Die Fischers arbeiten stets in gesicherten Arbeitsverhältnissen, während sie nicht ohne Sorge sehen, wie sich die Söhne immer wieder umorientieren müssen. Für Rudolf Fischer ist der Traktor vom Opa bis heute das Hobby, er hat auch selbst viele landwirtschaftliche Geräte und vier Traktoren gebaut. Bis heute wird er von den Nachbarn bei handwerklichen Dingen oft um Hilfe gebeten. Bis zur Wende ist er lange in der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Die Fischers wollen ihr Leben noch lange bei guter Gesundheit im Kreise ihrer Angehörigen genießen und das Aufwachsen der Enkel begleiten.
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