MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Peter und Rosmarie Fischer
Zwei Herzen für Kinder
Grab- & Gartenpflege Fischer
Pflegeeltern
Lauterbacher Hauptstr. 15
08459 Neukirchen
Fon: 0372 / 46656
Peter Fischer wurde am 22.09.1960 in Crimmitschau geboren, wo er auch aufwuchs. Seine Eltern arbeiteten in der Textilbranche. Nach dem Abschluss der 10. Klasse erlernte Peter den Beruf des Gießers im Werdau. Bis 1987 war er auf diesem Gebiet tätig, bevor er aufgrund von Rückenproblemen zum Gärtner umschulte. „Das war ohnehin schon immer mein Hobby“, erzählt er. Bis 1992 arbeitete er in der Gärtnerei der „Orchideen- und Bromelienzucht Crimmitschau“, bevor dort abgebaut und viele Mitarbeiter entlassen wurden. Peter Fischers Frau Rosmarie wurde am 10.09.1961 im sächsischen Lauterbach geboren. Sie erlernte nach der Schulausbildung den Beruf Gärtnerin und arbeitete bis 1990 in der gleichen Gärtnerei wie ihr Mann, den sie 1987 geheiratet hatte. Danach pflegte Rosmarie ihre Eltern und Schwiegereltern bis zu deren Tode und bewarb sich mit ihrem Mann, da das Paar keine eigenen Kinder bekommen konnte, beim Jugendamt um die Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren. 1991 wurden Rosmarie und Peter Fischer auf diesem Wege Eltern der damals einjährigen Franziska. 1996 entschieden sie sich zusätzlich, als Pflegeltern für Langzeitpflege zuerst Rinaldo und 1998 Dominik bei sich aufzunehmen. Das bedeutete, dass die Kinder bis zur Volljährigkeit bei ihren Pflegeeltern lebten. Peter Fischer war beruflich parallel noch eine Weile als Saisonkraft in der Gärtnerei und mit diversen anderen vom Arbeitsamt vermittelten Umschulungs- und Jobprojekten beschäftigt. „Dieses unstete Leben kostete uns aber viel Kraft“, sagen beide rückblickend. 2007 gründeten sie mit der „Grab- und Gartenpflege Fischer“ schließlich ihre eigene Firma, die sie bis heute gemeinsam betreiben. Auch für Kurzzeitpflege bedürftiger Kinder, die dann einige Wochen bis zu einem Jahr bei ihnen unterkommen, erklärten sie sich ab 2007 bereit. 2011 kam noch die Obhutpflege dazu. Diese vermittelt ihnen Kinder, die umgehend mit einem Umgebungs- bzw. Milieuwechsel konfrontiert werden müssen. „Mittlerweile sind es bereits 29 Kinder, die wir in die ein oder andere Pflege genommen haben“, sagt Rosmarie Fischer. „Es ist nie Routine. Am Ende müssen wir jedes Mal ein Herz zusammensetzen, weil immer ein Stück mitgeht.“ Viel Freizeit bleibt den Fischers nicht, und wenn, verbringen sie diese bei der Gartenarbeit oder mit den Kindern. „Wir fahren gern alle zusammen übers Wochenende in unsere zweite Heimat nach Morgenröthe-Rautenkranz und genießen ganz ungezwungen die schöne Natur rund um den Vogtlandsee.“ Auch wenn die Kinder aus der Kurzzeit– und Obhutpflege später wieder in Familien integriert werden, reißt bei vielen der Kontakt zu Familie Fischer nicht ab. Eine Lebensaufgabe, für die sie viel Gefühl investiert haben, aber auch jede Menge zurück bekommen.