MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ulrich-Erwin Flemming
Das eigene Haus – dreifach
Ingenieur
Bröllin 26
17309 Fahrenwalde
Auch wenn er fünfzehn Jahre in Thüringen verbracht hat, Vorpommern blieb die Heimat von Ulrich-Erwin Flemming, in die er, dann mit seiner Frau, Anfang September 1979 zurückkehrte. 1944 in Ducherow geboren, besuchte er die Grundschule und lernte Forstfacharbeiter. Die mittlere Reife folgte im zweiten Bildungsweg. An der Ingenieurschule für Betriebs- und Verkehrstechnik in Gotha begann er 1965 ein Studium, nach dessen Abschluss er bei der Deutschen Reichsbahn angestellt wurde. Aufregendere Jahre erlebte er, als er zur Energieversorgung Jena wechselte. Hier lernte er seine Frau kennen, Heirat 1975. So zogen ihn auch familiäre Interessen nach Stolberg / Südharz. Als technischer Leiter beim Feriendienst der Gewerkschaft FDGB war er zuständig für Werterhaltung, Rekonstruktion, Investitionsvorbereitung. Dazu wurde ein Eigenheim gebaut, es sollte nicht das letzte sein. Zudem konnte er ein Fernstudium an der Technischen Universität (TU) Dresden absolvieren. Als er das Angebot bekam, im Kreiskrankenhaus Pasewalk als technischer Leiter einzusteigen, fiel die Entscheidung für das heimatliche Vorpommern leicht, zumal Ehefrau Jutta, sie hatte in Nordhausen Kinderkrankenschwester gelernt und als solche gearbeitet, beste Aussichten hatte, hier ebenfalls eine Stelle zu finden. Als die vermittelte Wohnung letztendlich doch nicht behagte, wurde zum zweiten Mal ein Haus gebaut, wieder mit viel Eigenleistung. Für neunzehn Jahre wurde das Pasewalker Krankenhaus zur wichtigen Station. Hoffnungsvoll begann der Aufbruch in neue Zeiten, als aus zwei deutschen Staaten ein gemeinsamer wurde. Ulrich-Erwin Flemming wurde Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer. Konflikte mit den zuständigen politischen Gremien führten dazu, dass er nach einigen Jahren zur Aufgabe gezwungen war. Inzwischen entstand im Fahrenwalder Ortsteil Bröllin das dritte Haus, diesmal mit großem parkähnlichem Garten. Jahre als Versicherungsvertreter, im Direktvertrieb, als Unternehmensberater folgten, bis er für eine Berliner Biogas-Firma die Verbindung zu Landwirten als Lieferanten aufbaute und hielt, eine Aufgabe, der er, längst Rentner, heute noch gern nachgeht.
Jutta Flemming hatte sich am Krankenhaus bis zur stellvertretenden Stationsschwester entwickelt, zeitweise auch das Schwesternheim verwaltet. Seit acht Jahren betreibt sie nun in Neubrandenburg mit „Les Dessous“ erfolgreich ihr eigenes Geschäft.